ALICE COOPER: Hey Stoopid
 
ALICE COOPER: Hey Stoopid

ALICE COOPER: The Eyes of Alice Cooper

ALICE COOPER: The Eyes of Alice Cooper

Weinhold: From Heaven through the World to Hell

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Alice Cooper: Dirty Diamonds

ALICE COOPER: Dirty Diamonds

Klar: Früher war alles besser! Die Sommer waren noch richtig heiß, im Winter gab es regelmäßig Schnee, und Alice Cooper-Platten haben noch richtig gerockt! Am Wetter kann man dem guten Alice natürlich keine Schuld geben, musikalisch hat Mr. Furnier 2005 für seine Kultfigur Alice Cooper aber eindeutig den Rock’n’Roll wieder entdeckt. Seit seinem Album „The Eyes of Alice Cooper“ heißt es wieder ganz verstärkt 'Back to the Roots' auf Coopers Tonträgern.
„Dirty Diamonds“ ist ein Sammelsurium hervorragender Melodien. Unweigerlich wird man an Meilensteine wie „Billion Dollar Babies“ oder „School’s out“ erinnert - fraglos die stärkste Zeit in der langen Karriere des umtriebigen Musikers, der ursprünglich aus Detroit stammt, aber bereits seit vielen Jahren in Phoenix im Bundesstaat Arizona beheimatet ist. Songs wie das treibende „Woman of Mass Destruction“, das etwas an James Bond erinnernde Titelstück „Dirty Diamonds“ oder „Sunset Babies (All got Rabies)“ setzen sich ohne Umschweife im Gehörgang fest und gehören zu den besten Sachen, die der geschminkte Held seit langer Zeit aufgenommen hat. Und mit „Steal that Car“ oder dem schönen „The Saga of Jesse Jane“ könnte Alice Cooper sogar in die trendverseuchten Single-Hitparaden einziehen.
Zum Abschluss des Albums gibt es dann noch ein besonderes Bonbon für alle Alice-Cooper-Fans. Ein lupenreines und völlig unpeinliches Duett des Horror-Altmeisters mit Jungspund Xzibit! Und es müsste schon mit dem viel besungenen Leibhaftigen hergehen, wenn „Stand“ kein Hit werden sollte.
Doch auch wer Lust hat, sich eingehender mit Coopers Texten zu beschäftigen, merkt, dass die Düsterphase von „Brutal Planet“ und „Dragontown“ endlich der Vergangenheit angehört. „Perfect“ oder „Pretty Ballerina“ sind erfrischende Rocker und auch ein „Run down the Devil“ sollte man in diesem Zusammenhang nicht zu Ernst nehmen.
Alice Cooper ist mit „Dirty Diamond“ etwas gelungen, woran schon viele Musiker gescheitert sind: Er zitiert sich selbst ohne dabei altbacken oder albern zu wirken. Retrosound allein reicht halt nicht. Wenn aber noch, wie hier, eine gehörige Portion Selbstironie dazukommt ist alles im grünen Bereich!

Alice Cooper:
 
Alice Cooper: Gesang
Damon Johnson: Gitarre / Backgroung-Gesang
Ryan Roxie: Gitarre / Background-Gesang
Chuck Garric: Bass / Background-Gesang
Tommy Cufetos: Schlagzeug / Background-Gesang

Label: Spitfire
Katalog-Nummer: SPITCD257

Geschrieben im Juli 2005

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