Duran Duran: Astronaut
Duran Duran: Astronaut

Elton John: Peachtree Road
Elton John: Peachtree Road

KING: Steps in Time
KING: Steps in Time

Ringo Starr: Ringo
Ringo Starr: Ringo

Barclay James Harvest: River of Dreams

BARCLAY JAMES HARVEST: River of Dreams

Die Band Barclay James Harvest wurde bereits Ende der 60er Jahre in England gegründet. Seit ihrer ersten Single „Early Morning“ veröffentlichte die Band um die ehemaligen 'Oldham-Art-School'-Schüler Stuart 'Woolly' Wolstenholme und John Lees, sowie Les Holroyd und Mel Pritchard, eine ganze Reihe hervorragender Alben und ging mit ihrem teilweise recht symphonischen Sound auch ausgiebig auf Tournee. Trotzdem waren Barclay James Harvest in ihrem Mutterland nie wirklich erfolgreich. Ihre treuesten Anhänger hat die Band noch heute in Deutschland.
Spätestens seit dem Album „Gone to Earth“ mit seinen Hits wie „Hymn“ oder „Poor Man’s Moody Blues“ aus dem Jahr 1977 und dem nur ein Jahr später erschienenden „Live Tapes“ brach der Barclay James Harvest-Virus in der Bundesrepublik endgültig durch. Seit ihrer Tournee aus dem Jahr 1980, die mit einem Gratiskonzert mit 175.000 Besuchern vor den Berliner Reichstag triumphal endete, genießen Barclay James Harvest in Deutschland Kultstatus!
Mittlerweile haben sich Barclay James Harvest viel Kredit verspielt. Les Holroyd und John Lees sind heillos zerstritten und können nicht mehr miteinander. So tourt dann der eine als Barclay James Harvest featuring Les Holroyd und der andere als Barclay James Harvest through the Eyes of John Lees mit jeweils seinem Songanteil und uninspiriertem, neuen Material munter durch die Lande.
Das letzte Mal, dass sich Les Holroyd und John Lees zu einem richtigen Barclay James Harvest-Alum durchringen konnten, war 1997. Seinerzeit veröffentlichte die Band das „Album River of Dreams“. „River of Dreams“ erschien offiziell nur in Deutschland und der Schweiz, was bereits auf den damals schon sinkenden Stern der Gruppe hinweist. Das Album selbst kommt aber erstaunlich frisch daher und zählt mit Sicherheit zu den besten Veröffentlichungen der Band nicht nur in den 90ern.
Das Album beinhaltet zehn Stücke, die je zur Hälft aus der Feder von John Lees, beziehungsweise Les Holroyd stammen und die alle an die glorreiche Barclay James Harvest-Vergangenheit erinnern, als die Band nicht nur alte Säcke zu ihren Konzert zog, sondern auch für ein jüngeres Publikum interessant war.
Die von Les Holroyd verfassten Titel „Yesterday’s Heroes“ und vor allem das schwungvolle „Back in the Game“ haben alles, was man von einem Barclay James Harvest-Song erwartet. Schöne, nachvollziehbare Melodien und wunderschöner Gesang. Auch das orchestrale, anfangs etwas an die Beatles erinnernde „Do you believe in Dreams (Same Change for Everyone)“, ist BJH in Reinkultur.
Aber auch die Songs von John Lees stehen denen seines Kollegen Holroyd in nicht nach. Das schöne „Pool of Tears“ und vor allem der Titelsong „River of Dreams“ hätten Hits werden müssen. „River of Dreams“ war übrigens der erste Titelsong, den John Lees je auf einem Barclay James Harvest-Album plazieren konnte.
Mit „Three Weeks to despair“ haben sich Barclay James Harvest, respektive John Lees dann noch dem schwierigen Thema Obdachlosigkeit auseinandergesezt. Das stimmungsvolle „The Time of our Lives“ sorgt aber dafür, dass das Album positiv endet.
John Lees, Les Holroyd und natürlich auch Schlagzeuger Mel Pritchard, der unglücklicherweise am 28.Januar 2004 im Alter von nur 56 Jahren einem Herzinfarkt erlag, haben mit „River of Dreams“ ein hervorragendes Album abgeliefert und allen abschließend noch einmal gezeigt, warum Barclay James Harvest einmal zu den ganz Großen in Deutschland gehörte!

Barclay James Harvest:
 
John Lees: Gesang / Gitarre / Keyboards
Les Holroyd: Gesang / Bass / Gitarre / Keyboards
Mel Pritchard: Schlagzeug / Percussion

Label: Polydor
Katalog-Nummer: 537 576-2

Geschrieben im April 2005

 A | B | C | D   E | F | G | H   I | J | K | L   M | N | O | P   Q | R | S | T   U | V | W | X   Y | Z 
Bap: aff un zo | Seitenanfang | Index | Gary Barlow: Open Road >

^