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Robin Gibb: Magnet
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Billy Idol: Devil's Playground

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Langsam tauchen sie alle wieder auf, die Untoten und Wiedergänger aus den 80ern! Meist zwängen sich die angegrauten Herrschaften dann in ihre viel zu engen Bühnenklanotten von damals, geben noch einmal ihre alten Gassenhauer zum besten, und fahren noch ein letztes Mal richtig Kohle ein, bevor es dann in den wohlverdienten Ruhestand geht. Zumindest bis zum nächsten Revival oder bis zur nächsten Abschiedstour.
Das es auch anders geht, als mit Halbgarem und Aufgewärmten durch die Welt zu touren haben 2005 schon Duran Duran bewiesen. Da wollte der gute Billy Idol natürlich nicht nachstehen: „Devil’s Playground“ ist ein Comeback nach Maß!
Wohl kaum jemand hatte von Billy Idol ein so raues und ungeschliffenes Machwerk erwartet. Doch „Devil’s Playground“ rotzt bund rollt, dass es eine Freude ist und stellt die letzten Platten des Amerikaners wie „Charmed Life“ oder auch „Cyberpunk“ deutlich in den Schatten.
Billy Idol hat sich auf „Devil’s Playground“ wieder ganz auf seine Stärken besonnen. Sinnvoll in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung, seinen alten Spezi Steve Stevens wieder mit an Bord zu holen. Und so entwickelt sich bereits der Opener „Super Overdrive“ zu einem Kracher erster Kajüte. Ein Rocker wie das sagenhafte „Scream“ hättte auch auf „Rebel Yell“ eine gute Figur gemacht. Und mit „World comin’ down“ zeigt Billy Idol allen jungen Amipunks, wo der Frosch die Locken hat!
Doch egal, ob die Songs nun „Rat Race“ heißen und den Nu-Metallern die Nase zeigen oder sich Billy Idol in „Sherri“ schamlos selbst zitiert, die Zeichen stehen fast permanent auf Sturm. Verschnaufpausen gibt es eignetlich nur, wenn Idol mit „Lady do or die“ einen waschechten Country-Song anstimmt oder sich bei „Plastic Jesus“ hemmungslos bei Donovan bedient.
Und auch „Yellin’ at the Xmas Tree“ überrascht. Wer hätte auf einem Billy-Idol-Album schon ein Weihnachtslied erwartet?
„Devil’s Playground“ gehört schon jetzt zu den stärksten Alben des Jahres 2005. Und die Essenz des Ganzen: Alte Säcke sollen zu Hause bleiben. Comebacks wie das von Billy Idol sind aber jederzeit willkommen!

Musiker:
 
Billy Idol: Gesang
Steve Stevens: Gitarre
Stephen McGrath: Bass
Derek Sherinian: Keyboards
Brian Tichy: Schlagzeug

Label: Sanctuary / Soulfood
Katalog-Nummer: SANCD339

Geschrieben im August 2005

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