BLACK SABBATH: Born Again
BLACK SABBATH: Born Again

DIO: Lock up the Wolves
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Black Sabbath: Dehumanizer

BLACK SABBATH: Dehumanizer

Anfang der 90er Jahre gab es die ersten Gerüchte, Black Sabbath planten eine großangelegte Wiedervereinigung ihrer Erfolgsbesetzung aus gloreichen „Heaven and Hell“-Zeiten. Dabei kam die Diskussion wirklich zu Unzeiten, hatten doch Black Sabbath seinerzeit mit Tony Martin einen hervorragenden Sänger in ihren Reihen und mit „The headless Cross“ und „Tyr“ zwei bärenstarke Alben in der Hinterhand, die Ende der 80er Jahre überall großen Anklang fanden.
Doch die Aussicht, mit den alten Kollegen vielleicht noch einmal an alte Erfolge anknüpfen zu können, veranlasste Bandkopf Tony Iommi dazu, seinen Bassisten Neil Murray und Sänger Tony Martin in die Wüste zu schicken. Und da auch Ronnie James Dios Karriere ein wenig ins Stocken geraten war, hatte der kleine Mann mit der großen Stimme natürlich kein Problem damit, mit den Kumpels aus längst vergangenen Zeiten wieder gemeinsame Sache zu machen. Schlagzeuger Cozy Powell erhielt zunächst das Angebot in der Band bleiben zu dürfen, wurde dann aber doch durch Vinny Appice ersetzt. In dieser Besetzung begab sich die Band 1992 in die Rockfield Studios in Wales um das Album „Dehumanizer“ einzuspielen.
Das Album löste gleich nach seinem Erscheinen zwiespältige Reaktionen aus, erwarteten doch die treuen Black Sabbath-Fans einen Meilenstein der Marke „Heaven and Hell“ oder „Mob Rules“ und diese hochgesteckten Erwartungen konnten Black Sabbath mit „Dehumanizer“ natürlich nicht erfüllen. Trotzdem beinhaltet „Dehumanizer“ eine große Anzahl Klassesongs. Das Album startet mit „Computer God“, einem Song mit Melodie und mitreißendem Refrain und das nachfolgende „After All(The Dead)“ kriecht mit seinen tonnenschweren Riffs wie Lava aus den Boxen. Das pfeilschnelle „TV Crimes“ beeindruckt durch Tony Iommis Gitarrenkunst und durch seinen einprägsamen Refrain.
Aber auch Stücke wie „Master of Insanity“ oder das treibende „Time Machine“ wissen nicht zuletzt auf Grund ihrer tollen Refrains zu überzeugen. Mit „Too Late“ haben Black Sabbath dann noch eine hymnenhafte Ballade, bzw. balladenhafte Hymne mit an Bord. Natürlich finden sich auch ein paar schwächere Stücke auf „Dehumanizer“, aber Dios Stimme reißt natürlich vieles raus.
Dass „Dehumanizer“ bei den Fans und in der so genannten Fachpresse seinerzeit so schlecht weg kam, lag mit Sicherheit ein großes Stück weit an der überzogenen Erwartungshaltung, die ein Teil der Hörerschaft an den Tag legte. Klassiker schreibt man nun mal nicht alle Tage, selbst wenn man Iommi oder Dio heißt, und trotzdem ist „Dehumanizer“ ein gutes Album. Da der gewünschte Erfolg aber leider ausblieb, holte Tony Iommi zwei Jahre später reumütig Tony Martin zurück zu Black Sabbath.

Black Sabbath:
 
Tony Iommi: Gitarren
Ronnie James Dio: Gesang
Geezer Butler: Bass
Vinny Appice: Schlagzeug

Label: I.R.S.
Katalog-Nummer: 0777 713155 2 7

Geschrieben im Juni 2004

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