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Bruce Dickinson: Tyranny of Souls

Bruce Dickinson: Tyranny of Souls

Da scheint ja wirklich jemand nicht richtig ausgelastet zu sein. Das letzte Iron Maiden-Album „Dance of Death“ rotiert noch regelmäßig in meinem CD-Player und die Band hat ausgiebig die ganze Welt betourt. Und trotzdem hat Sänger Bruce Dickinson noch die Zeit gefunden, 2005 ein neues Soloalbum einzuspielen.
Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, die Platte ist stärker als „Dance of Death“. Nicht nur das: „Tyranny of Souls“ ist das bis dato beste Soloalbum, das Bruce Dickinson eingespielt hat!
Da gibt es knallharte Rocksongs wie „Soul Intruders“ oder „Abduction“ die auch auf „Accident of Birth“ eine gute Figur gemacht hätten. „River of no Return“ oder „Power of the Sun“ hätten jedes Iron Maiden-Album veredelt. Und die Halbballade „Navigate the Seas of the Sun“ mit seinem überragenden Refrain geht ins Ohr und will den Gehörgang gar nicht wieder frei geben.
Bruce Dickinson ist mit „Tyranny of Souls“ das vielseitigste Album seiner Karriere gelungen. Das Album ist ein Wechselbad der Gefühle und vereint die stärksten Elemente so unterschiedlicher Machwerke wie „Chemical Wedding“ oder auch „Skunkworks“.
Stimmlich ist Bruce Dickinson voll auf der Höhe; um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, unter welch unglücklichen Umständen die Aufnahmen zu „Tyranny of Souls“ stattfanden. So rutschte der arme Dickinson während eines Iron Maiden-Konzerts in Los Angeles auf einer Geburtstagstorte aus und fiel mehrere Meter in den Bühnengraben. Trotzdem lieferte er kurz darauf im Studio seine beste Gesngsleistung seit langem ab. Wie zu hören war, teilweise sogar im liegen! Hut ab!
Die Produktion von „Tyranny of Souls“ lag einmal mehr in den bewährten Händen von Roy Z., der dem Album nicht nur einen amtlichen Sound verpasst hat, sondern auch selbst wieder einmal zu Gitarre und Bass griff.
Und was macht „Tyranny of Souls“ so einzigartig? Warum ist das Album besser als die letzte Iron Maiden-Platte? Ich denke, die Songs auf Tyranny of Souls haben einfach die längere Halbwertzeit! Iron Maiden hatten auf ihren letzten Platten leider auch immer wieder arge Durchhänger. Und das hat Dickinson hier eben nicht! Trotz aller musikalischer Vielfalt, verliert der Ausnahmesänger nie den roten Faden, sondern präsentiert ein Album wie aus einem Guss!
„Tyranny of Souls“ ist nicht nur ein Album für eingefleischte Iron Maiden-Fans. Wer große Songs, große Gefühle und eine große Stimme mag, sollte Bruce Dickinson mindestens ein Ohr leihen!

Musiker:
 
Bruce Dickinson: Gesang
Roy Z.: Gitarre / Bass
Maestro Mistheria: Keyboards
David Moreno: Schlagzeug

Label: Sanctuary / Mayan-Records
Katalog-Nummer: MYNCD035

Geschrieben im August 2005

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