City: Rauchzeichen

CITY: Rauchzeichen

Neulich erzählte ich einem Arbeitskollegen, ich hätte vor, ein City-Album für die Rock-Pop-Tipps zu besprechen. Klar, kenn ich, DDR-Rockband, hatten mit „Am Fenster“ mal einen Riesenhit, bekam ich zur Antwort. Typisch, denn den allermeisten Wessis sind City nur durch diesen einen Hit bekannt.
Dass die Band um Toni Krahl und Fritz Puppel wesentlich mehr auf dem Kasten hat, beweist sie sehr deutlich mit dem Album „Rauchzeichen“ aus dem Jahr 1997. Bereits der erste Song „Mach was“ erinnert durch seine Ruppigkeit an den frühen Marius Müller-Westernhagen. Auch „Rauchzeichen“ und „deutsch, russisch, englisch“ rocken entschlossen nach vorn los, ehe mit „Tour d’Amour“ ein spannendes Instrumentalstück mit der für City typischen Violine zu vernehmen ist. „Ganz leicht“ ist eine wunderschöne Ballade; mit „Rosen“ gelingt der Band sogar ein kleiner Hit.
Das nachfolgende „Lieben und lieben lassen“ beinhaltet wieder eine Violine und klingt entspannt nach amerikanischer Westküste. Das folgende Stück kommt wieder völlig ohne Gesang aus und profitiert wiederum von Georgy Gogows gefühlvollem Violinenspiel. „Komm und trink aus“ hat ein enorm stimmungsvolles Erscheinungsbild, und nach „Laß mich in deine Träume“ und „Wenn ich könnte wie ich wollte“ gibt es mit „Sieben Söhne“ noch einen Song zu hören, der durch seine Bläser swingt und unwillkürlich dazu einläd, mit dem Fuß zu wippen.
Auch wenn Toni Krahls Gesang stellenweise etwas an Joachim Witt erinnert, so sind City auch durch ihre interessante Instrumentierung in Deutschland einzigartig. „Rauchzeichen“ sollte jeder musikalisch aufgeschlossene (Wessi)-Hörer einmal genauer unter die Lupe nehmen.

City:
 
Toni Krahl: Gesang / Gitarre
Fritz Puppel: Gitarren
Manfred Hennig: Keyboards
Klaus Selmke: Schlagzeug / Percussion
Georgy Gogow: Violine / Bass

Label: BMG
Katalog-Nummer: 74321469742

Geschrieben im August 2003

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