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Danzig: I Luciferi

Danzig: I Luciferi

Bevor Glenn Danzig in den 80er Jahren Danzig gründete hatte der Sänger und Gitarrist aus New Jersey bereits zwei musikalische Karrieren hinter sich. Mit Samhain lotete er die Hardcore-Ecke aus, mit den Misfits gehörte er zu den Wegbereitern des amerikanischen Punkrock. Besonders seine Arbeit mit Jerry Only bei den Misfits, die mit ihrem Kostümen und ihrem Habitus immer einen hohen Wiedererkennungswert besaßen, ließ Glenn Danzig recht früh Kultstatus erreichen.
So fand auch Danzigs Debütalbum „Danzig“ zu Recht große Aufmerksamkeit, zeigt es Glenn Danzig und seine Jungs doch von ihrer besten Seite. Rick Rubin hatte produziert, Glenn röhrte wie ein brünftiger Elch und mit „Mother“ oder „Am I Demon“ hatte die Band ein paar richtige Hits am Start.
In der Folgezeit tourten Danzig unter anderem mit Metallica durch die USA und können ihren Status von Album zu Album mehr festigen, ohne dabei ihre eingeschlagene Richtung zu verlassen. „Danzig 4“ macht sie auch in Europa zu Stars.
Anschließend modifizierte Glenn Danzig den Sound seiner Band und ließ zeitgemäße Elemente in seine Musik einfließen. Alben wie das sperrige „Blackacidevil“ enttäuschen jedoch auf ganzer Linie und verkaufen sich nur noch schwach.
2002 haben es Danzig dann allerdings doch noch geschafft, einen würdigen Nachfolger für „Danzig 4“ zu schreiben. Das Album heißt „I Luciferi“ und lässt die Schmach der letzten Platten vergessen. Glenn Danzig ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und rockt mit seinen Begleitmusikern so herzerfrischend ab, wie schon lange nicht mehr.
Rockige Songs wie „Black Mass“ oder „Kiss the Skull“ zeigen Danzig in Bestform. „Dead Again“ pendelt geschickt zwischen Akustikballade und hartem Rocksong und überzeugt durch Glenns variablen Gesang und die druckvolle Gitarrenarbieit.
„I Luciferi“ rockt und rollt in typischer Danzig-Manier, „Angel Blake“ ein hymnenhafter Rocksong und auch das intensive „The coldest Sun“ weiß zu überzeugen. Und spätestens beim abschließenden „Without Light, I am“ sollte auch der letzte Zweifeler bekehrt sein.
„I Luciferi“ ist ein bärenstarkes Album, das zeigt, dass Glenn Danzig aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Alle, die den 'Schinkengott' nach ein paar mäßigen Alben bereits abgeschrieben hatten, könnten an „I Luciferi“ wieder ihre Freude haben.
Alle anderen sowieso.

Danzig:
 
Glenn Danzig: Gesang / Gitarre / Keyboards
Todd Youth: Gitarre
Howie Pyro: Bass
Joey C.: Schlagzeug

Label: Spitfire Records
Katalog-Nummer: SPITCD204

Geschrieben im April 2005

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