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Depeche Mode: Playing the Angel

DEPECHE MODE: Playing the Angel

Natürlich habe ich mich 1993 über das Comeback von Depeche Mode gefreut. Schließlich bin ich in den seligen 80er Jahren groß geworden und die Band aus Basildon bei London hat mich durch meine Jugend begleitet. Außerdem haben Depeche Mode damals eine ganze Reihe Platten aufgenommen, die man sich auch heute noch mit gutem Gewissen auflegen kann.
Doch währen ich „Songs of Faith and Devotion“ durchaus etwas abgewinnen konnte, interessierten mich schon bei „Ultra“ eigentlich nur noch die Singles. Auch „Exciter“ hatte sicherlich seine Momente, war unterm Strich aber ein enttäuschendes Album. Auch die Ankündigung, neben Martin Gore würde jetzt ebenfalls Dave Gaham zur Feder greifen und Songs schreiben, konnte bei mir kaum Vorfreude hervorrufen, lag mir doch sein Solowerk „Paper Monsters“ noch immer quer im Magen.
Seit Oktober 2005 liegt mit „Playing with Angel“ ein neues Depeche Mode-Album vor. Und es beinhaltet nicht nur eine Reihe hervorragender Songs, sondern kann auf ganzer Linie überzeugen.
Hat man erst einmal die furchtbare Eingangssirene überstanden, empfangen Depeche Mode ihre Hörer mit dem dunklen aber ungemein eingängigen „A Pain that I’m used to“ und legen damit die Richtung ihres Albums fest. Eingängig wie zu „Black Celebration“-Zeiten nicht mehr, dafür düster wie auf „Violator“ spielen sich Depeche Mode durch ihr Programm. Wunderbar nachzuhören beispielsweise bei einen Stück wie „Precious“, das aus dem Radio bekannt sein dürfte und so altmodisch klingt, als wäre es mindestens fünfzehn Jahre alt.
Und auch „John the Revelator“ oder das teibende „Suffer well“ stehen für das neue Bandgefühl bei Depeche Mode. Radiotauglich und gleichzeitig auf hohem Niveau treffen die drei Musiker den richtigen Ton. Doch keine Angst, auch die Melancholiker kommen, wie gewöhnlich bei Depeche Mode, auch beim neuen Album „Playing the Angel“ wieder auf ihre Kosten. „The Sinner in me“ erinnert ein wenig an „Fly on the Windscreen“, „I want it all“ läßt Gedanken an „Enjoy the Silence“ aufkommen.
Doch auch die anderen Songs auf „Playing the Angel“ fallen gegenüber den genannten nicht ab. „Demaged People“ oder „Macro“ gehen vielleicht nicht so ins Ohr wie „People are People“, haben dafür aber die wesentlich längere Halbwertzeit. Dass Depeche Mode aber nicht verlernt haben, Ohrwürmer zu schreiben, demonstrieren die eindrucksvoll bei „Lilian“, einem potenziellen Singlehit.
„Playing the Angel“ endet mit der Düsterhymne „The darkest Star“ standesgemäß. Da aber in jedem Ende ein neuer Anfang wohnt, spricht nichts dagegen das Album gleich noch einmal zu hören, denn „Playing the Angel“ ist das beste Depeche Mode-Alben seit langem.

Depeche Mode:
 
Andy Fletcher
Dave Gahan
Martin Gore

Label: Mute
Katalog-Nummer: 0094634057523

Geschrieben im Oktober 2005

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