Dokken: Erase the Slate

DOKKEN: Erase the Slate

Dokken stammen aus Kalifornien und konnten bereits Anfang der 80er Jahre mit „Tooth and Nail“ und „Under Lock and Key“ vor allem in Amerika, aber auch in Deutschland große Erfolge verbuchen. Das lag zum einen an der großartigen Stimme von Sänger Don Dokken, zum anderen aber auch daran, dass die Band mit Geoge Lynch einen exquisiten Gitarristen in ihren Reihen hatte. Diese beiden Musiker haben sich immer wieder kreativ aneinander gerieben und so Dokken immer wieder zu Höchstleistungen getrieben.
Nachdem sich George Lynch dann bereits Anfang der 90er Jahre für seine Band Lynch Mob von seinen ehemaligen Weggefährten getrennt hatte, versuchten er und Don Dokken 1995 für das Album „Dysfunctional“ noch einmal ihre persönlichen Animositäten in den Hintergrund zu stellen. Doch die Gräben zwischen den beiden Musikern waren wohl schon zu tief. „Dysfunctional“ konnte zu keiner Zeit an die großen, frühen Dokken-Werke anknüpfen. Und auch mit dem Album „Shadowlife“ konnte Dokken 1997 keine Bäume ausreißen.
1999 meldeten sich Don Dokken endlich wieder mit einem Album zurück, das den Namen Dokken wirklich verdient. Den verwaisten Posten an der Gitarre hat auf „Erase the Slate“ Reb Beach übernommen, der seine Klasse zuvor schon bei Winger oder Alice Cooper unter Beweis gestellt hatte. Dokken machen endlich wieder das, was sie am besten können und was ihre Fans von ihnen hören wollen: Melodischen Hardrock ohne wenn und aber und vollkommen ohne genrefremde Einflüsse.
Auf „Erase the Slate“ gibt es zehn tolle Rocker und mit „In your Honor“ am Schluss noch eine wunderschöne Ballade, die den Frühwerken der Band in nichts nachstehen. Stücke wie „Change the World“ oder „Maddest Hatter“ hätten zwanzig Jahre früher richtige Hits werden können und Songs wie der kernige Riff-Rocker „Shattered“ oder das rockige „One“ sind noch heute in der Lage, Freunden melodiöser Rockmusik ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Aber auch ein Song wie „Who belives“ weiß auf Grund seines tollen Refrains auf ganzer Linie zu überzeugen.
Fazit: Mit „Erase the Slate“ haben sich Dokken eindrucksvoll zurückgemeldet und somit wahrscheinlich die letzte Chance genutzt, um nicht als Fossil des letzten Jahrtausends in den Annalen der Musikgeschichte zu landen.

Dokken:
 
Don Dokken: Gesang
Mick Brown: Gitarre
Jeff Pilson: Bass
Mick Brown: Schlagzeug / Percussion

Label: Steamhammer/SPV
Katalog-Nummer: SPV 085-18112 CD

Geschrieben im Juli 2004

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