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Exodus: Shovel Headed Kill Machine

EXODUS: Shovel Headed Kill Machine

Die Bay Area-Thrasher Exodus haben sich 2004 mit ihrem Comeback-Album „Tempo of the Damned“ eindrucksvoll zurückgemeldet. Und damit etwas geschafft, was ihnen kaum jemand zugetraut hätte. Tonnenschwere Riffgewitter, fetter Sound und eindrucksvollen Gesang. Und das alles nicht altbacken und moderig, sondern im neuen Jahrtausend angekommen. Welcome Back, Exodus!
Doch dann begann sich bei Exodus wieder das Personenkarussell zu drehen. Schlagzeuger Tom Hunting, Gitarrist Rick Hunolt und Sänger Steve 'Zetro' Souza hatten aus persönlichen Gründen der Band den Rücken gekehrt. So stand Gitarrist Gary Holt als einziges Ur-Mitglied plötzlich allein auf weiter Flur. Keine guten Voraussetzungen für ein neues Album!
Doch Exodus haben tatsächlich noch einmal die Kurve gekriegt. Gary Holt hat eine neue Mannschaft zusammen und legt 2005 mit „Shovel Headed Kill Machine“ ein Album vor, das den starken Vorgänger nicht nur das Wasser reichen kann, sondern sogar noch übertrifft. Die Felle bearbeitet jetzt der ehemalige Forbidden, bzw. Slayer-Schlagzeuger Paul Bostaph. Und auch die zweite Gitarre bedient ein alter Bekannter. Lee Altus, der mit Heathen bereits seit 1987 die Bay Area aufmischte und später in Jürgen Englers Band Die Krupps mitwirkte. Nur für den Posten des Sängers hat sich Gary Holt für einen absoluten Neuling entschieden. Rob Dukes war zumindest mir bisher kein Begriff.
Exodus ist mit „Shovel Headed Kill Machine“ die Krönung ihrer langen Karriere gelungen. Gerade in Anbetracht der Umstände unter denen das Album entstand eine mehr als reife Leistung. Stücke wie das eingängige „Shudder to think“ oder das achtminüteige „Deathamphetamine“ fräsen sich unwiederstehlich in den Gehörgang und setzten sich dort fest. „I am abomination“ walzt alles nieder und zeigt einen Paul Bostaph in Bestform. „Now thy Death Day come“ und „44 Magnum Opus“ walzen beherzt durch die Botanik und zeigen Exodus in Bestform.
Auch Sänger Rob Dukes fügt sich gut ins Gefüge ein. Seine kraftvolle Stimme erinnert gelegentlich an Chuck Billy von Testament und passt hervorragend zu den treibenden Riffs von Gary Holt und dem Hexenkessel den Paul Bostaph entfacht. Exodus ist mit „Shovel Headed Kill Machine“ das Thrash-Metal-Album des Jahres gelungen. Ein Stück Musik, das die Wurzeln der Band nie verleugnt und doch stets nach vorn zeigt. Dampfwalzen-Trash, der auch heute noch sine Berechtigung hat.
Hoffentlich stabilisiert sich jetzt bei Exodus endlich das Bandgefüge. Dann ist von den Veteranen weiterhin noch einiges zu erwarten.

Exodus:
 
Gary Holt: Gitarre
Jack Gibson: Bass
Rob Dukes: Gesang
Lee Altus: Gitarre
Paul Bostaph: Schlagzeug

Label: Nuclear Blast
Katalog-Nummer: 27361 13760

Geschrieben im Oktober 2005

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