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Eyes of Shiva: Eyes of Soul

EYES OF SHIVA: Eyes of Soul

Heavy Metal aus Brasilien genießt nicht nur wegen der großen Erfolge von Gruppen wie Sepultura oder Soulfly in Deutschland einen hohen Stellenwert. Auch im melodischen Sektor konnten Bands vom Zuckerhut wie Shaman oder Angra stets überzeugen. Jetzt macht sich mit Eyes of Shiva eine weitere Band bereit, in die Riege der erfolgreichen Landsleute vor zu stoßen.
Das Album „Eyes of Soul“ von Eyes of Shiva erschien 2004 über das spanische Lable Locomotive Music. Produziert wurde es von Dennis Ward von Pink Cream 69.
Dabei präsentieren sich Eyes of Shiva als eine Band, die nicht nur die Werke von Angra, sondern auch das Frühwerk von Kai Hansen bestens studiert hat. Das belegt dann auch gleich das zweite Stück des Albums „Eagle of the Sun“, das nach dem stimmungsvollen Flötenintro dann doch schon verdammt stark an die frühen Helloween erinnert.
Ihre stärksten Momente haben Eyes of Shiva aber immer dann, wenn sie genrefremde Klänge wie Flöten oder Tribals in ihre Musik einbauen. Songs wie das interessante „Lampiao“ oder das am Anfang leicht nach Jethro Tull klingende Titelstück „Eyes of Soul“ stehen der Band wunderbar zur Gesicht und verleihen dem Sound der Kapelle einen unverwechselbaren Charakter.
Ein weiteres unverwechselbares Merkmal der Musik von Eyes of Shiva liegt auch in der Dramatik und Epik, die ihre Musik ausstrahlt. Minutenlange, orchestrale Passagen sind keine Seltenheit, sondern immer wieder zwischen den pfeilschnellen Gitarrenattacken der beiden Gitarristen Ricardo Gil und Renato Mendes zu finden. „World Tomorrow“ oder das hymnenhafte „Psychos of the new Millennium“ leben ganz besonders von solchen Passagen.
Die Stimme von Sänger André Ferrari klingt nicht immer ganz sauber. Da der Barde hauptsächlich in höheren Tonlagen operiert, dürfte seine Stimme aber sowieso Geschmackssache sein. Das es Menschen gibt, die Sänger nicht mögen, die so klingen als wäre ihre Hose zu eng, kann ich gut nachvollziehen.
Auch die Ballade „Alone“ gehört nicht zu den stärksten Momenten auf „Eyes of Soul“. Eyes of Shiva können dem Hit der kanadischen Band Heart kaum neue Seiten abgewinnen.
Eyes of Shiva haben mit „Eyes of Soul“ ein Album vorgelegt, das zwar hier und da noch leicht Schwächen aufweist und deshalb Abzüge in der B-Note kassiert. Man hört aber deutlich, wie viel Potenzial in dieser Band steckt. Eyes of Shiva sind auf dem richtigen Weg und werden wohl bald in einem Atemzug mit Angra genannt werden müssen.

Eyes of Shiva:
 
André Ferrari: Gesang
Ricardo Gil: Gitarre
Renato Mendes: Gitarre
Gistavo Boni: Bass
Ricardo Longhi: Schlagzeug

Label: Locomotive Music
Katalog-Nummer: LM192

Geschrieben im April 2005

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