Florence Joy: Hope

Florence Joy: Hope

Florence Joy Büttner heißt die Gewinnerin der zweiten 'Star Search'-Staffel auf Sat.1. Damit tritt die sympathische Sängerin aus Otter bei Tostedt im Landkreis Harburg die Nachfolge von Martin Kesici an, der den Sängerwettstreit in der ersten Runde der Casting-Show für sich entscheiden konnte.
Mit Florence Joy stellt sich nun eine junge Künstlerin der Öffentlichkeit vor, die irgendwie so gar nicht in das Bild passt, das man im Allgemeinen von sogenannten Stars aus diversen Fernsehshows hat. Sie ist weder so extrovertiert wie Daniel Küblböck, sie ist nicht so glattgebügelt wie Alexander, noch pflegt sie ein Rockerimage wie Martin Kesici. Florence Joy begeistert einfach durch ihre Natürlichkeit und ihre Wahnsinnsstimme!
Seit Juli 2004 liegt nun das Debutalbum „Hope“ von Florence Joy vor. Zu hören gibt es dreizehn hervorragende Stücke, alle irgendwo in der Schnittmenge aus Pop, Soul und Gospel. Und das passt ganz wunderbar zu Florence Joys ausdrucksstarker Stimme. Und erstaunlicherweise ist Florence Joys Singlehit „Consequence of Love“ schon eines der schnelleren Stücke. Denn Gott sei Dank wurde hier konsequent auf Florence Joys Stimme als dominierendes Instrument gesetzt. Eine besonders gute Figur macht die hübsche Sängerin aber immer dann, wenn sie sich nur vom Klavier begleiten lässt. Stücke wie das wunderbare „Only Hope“ oder die Gänsehautballade „I belive“ zeigen, über was für eine gereifte Stimme die gutaussehende Florence Joy mit ihren knapp achtzehn Jahren schon verfügt.
„Hope“ klingt wie aus einem Guss, hat keine Ausfälle zu verzeichnen. Mit „Hand of Fate“, „That’s what I feel right now“ oder „Promise me“ hat Florence Joy dann auch noch eine ganze Reihe potenzieller Singlehits am Start. Und auch wenn sich die fromme Christin mit „His Eyes is on the Sparrow“ einen traditionellen Gospelsong vornimmt, klingt dass nicht gewollt oder aufgesetzt, sondern einfach nur ehrlich und großartig. Den Abschluss auf „Hope“ bildet mit „Du lebst in mir“ dann noch ein deutscher Song - und wieder gewinnt Florence Joy auf ganzer Linie. Kurz nach dem letzten Lied gibt Florence Joy noch einmal eine Kostprobe ihrer Sangeskunst: Ganz ohne Begleitung singt sie ein kurzes a capella und preist den Herren.
„Hope“ ist ein erstaunlich eigenständiges Album geworden mit dem sich Florence Joy vor Kolleginnen wie Norah Jones nicht zu verstecken braucht. Schade nur, dass die schöne Crowded House-Coverversion „Don’t dream it’s over“ von der Single „Consequence of Love“ nicht auf dem Album enthalten ist. Trotzdem ein empfehlenswertes Album einer großartigen Sängerin.

Label: Universal
Katalog-Nummer: 9867174

Geschrieben im Juli 2004

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