Gnadenlos Platt: Heuner op de Flucht

Gnadenlos Platt - Heuner op de Flucht

Die norddeutsche Mundart ist ein aussterbendes Idiom. Im Alltag leider kaum noch gesprochen, hört man Plattdeutsch heute nur noch auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters, in volkstümlichen Musiksendungen oder im Gespräch mit alten Leuten. Für die jüngere Generation ist die Sprache tot.
Das liegt auch daran, dass anders als in Bayern die Spider Murphy Gang oder in Hessen die Rodgau Monotones nie eine norddeutsche Band den Mut hatte, ihre Heimatsprache mit modernen Klängen zu verbinden. Was für Köln mit ihren Lokalmatadoren BAP, Zeltinger oder Brings schon seit jeher selbstverständlich ist, gibt es bei uns im Norden erst seit 1997.
Damals veröffentlichten Gnadenlos Platt aus Harsefeld ihr erstes Album „Heuner op de Flucht“, das in der norddeutschen Tiefebene wie eine Bombe einschlug. Bluesgetränkte Rockmusik wird hier wie ganz natürlich auf Plattdeutsch dargeboten. Das verleiht Stücken wie „Eene Nacht“, „Besoopen open Rad“ oder dem „Schachmatt-Blues“ ein ganz eigenes Flair.
Gnadenlos Platt mookt kloor, dat Plattdüütsch keen Kaspersprook un keen Steert vun dat Hoochdüütsche is, sondern een eegene, vun de UN geschützte Sprook.

Gnadenlos Platt:
 
Peter Ahrens: Gesang
Marc Baumgart: Gitarre / Chorgesang
Björn Hansen: Bassgitarre / Chorgesang
Jens Knop: Sologitarre / Chorgesang
Wolfgang Reis: Keyboards / Chorgesang
Andreas Schmoll: Akkordeon / Percussion
Helge Zeitler: Schlagzeug / Percussion

 
Geschrieben im September 2003

 A | B | C | D   E | F | G | H   I | J | K | L   M | N | O | P   Q | R | S | T   U | V | W | X   Y | Z 
< Roger Glover: Snapshot | Seitenanfang | Index | Norman Greenbaum: The Best of Norman Greenbaum >

^