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Helloween: Master of the Rings

HELLOWEEN: Master of the Rings

Die Band Helloween aus Hamburg gehört schon seit Mitte der 80er Jahre zu den populärsten Metal-Bands Deutschlands. Ihre beiden Alben „Keeper of the seven Keys“ von 1987, bzw. 1988 genießen zu Recht Kultstatus und wandern auch heute noch regelmäßig auf meinen Plattenteller. Pfeilschnelle Speedgranaten mit eingängigen Refrains, ausgedehnte Gitarrenpassagen und herausragender Gesang bescherten Helloween ein begeistertes Publikum und der Band standen alle Türen offen.
Doch wie so oft kam auch bei Helloween nach anfänglichem Erfolg schnell Sand ins Bandgetribe. Mit „Pink Bubbles go Ape“ und dem verunglückten Album „Chameleon“ musizierten Helloween Anfang der 90er Jahre meilenweit am Geschmack ihrer zahlreichen Fans vorbei.
Zudem übernahm Gitarrist Michael Weikath mehr und mehr die Führungsrolle im Kürbiskollektiv. Zudem verabschieden sich mit Flitzefinger Kai Hansen und Schlagzeuger Ingo Schwichtengerg zwei Gründungsmitglieder von Helloween. Als auch noch die Trennung von Sänger Michael Kiske bekanntgegeben wird, scheint das Schicksal von Helloween besiegelt zu sein. Doch Helloween schaffen es noch einmal, sich aufzurappeln. 1994 veröffentlicht die Band das Album Master of the Rings.
Für das Album haben Michael Weikath und Bassist Markus Großkopf ihre Band runderneuert. Am Schlagzeug hatte jetzt der ehemalige Holy Moses-Fellgerber Uli Kusch platzgenommen. Und auch den vakanten Posten hinter dem Mikro konnten Helloween wieder asäquat besetzen. Andi Deris von der Karlsruher Combo Pink Cream 69, mit der er Anfang der 90er Jahre so hervorragende Alben wie „One Size fits all“ oder „Games People play“ eingespielt hat, wird neuer Sänger der Hamburger.
Musikalisch haben sich Helloween wieder ganz auf ihre Stärken besonnen. Und so enthält „Master of the Rings“ ein paar der besten Stücke der langen Karriere der Band. Hat man sich dann erst einmal durch das etwas aufgesetzt wirkende Intro gekämpft, erwartet den Höhrer auch gleich eins der Highlights der Platte. „Sole Survivor“ vermengt Härte und Melodie und zeigt die Richtung des Albums an. Der „Master of the Rings“ macht keine Gefangenen sondern rockt beherzt durch die Botanik. Vorbei die Zeit der musikalischen Experimente. Helloween waren wieder da.
Mit dem hymnenhaften „Why?“ oder dem blitzschnellen aber obereingängigen „Perfect Gentleman“ gelingt Helloween sogar noch so etwas wie ein kleiner Hit. „Where the Rain grows“ oder der Abräumer „Take me Home“ hätten auch Iron Maiden zur Ehre gereicht und unterstreichen das Niveau, auf dem Helloween seinerzeit musizierten. Bei „In the Middle of a Heartbeat“ nehmen Helloween dann den Fuß vom Gaspedal, lassen es aber bei „Still we go“ noch einmal amtlich krachen.
Helloween ist mit „Master of the Rings“ das erhoffte, aber von vielen kaum noch für möglich gehaltene Comeback geglückt. Weniger verspielt als mit Kai Hansen, aber stets wieder zu erkennen haben sie sich seitdem ihren Spitzenplatz in der Szene zurück erkämpft.

Helloween:
 
Andi Deris: Gesang
Michael Weikath: Gitarre
Rolang Grapow: Gitarre
Markus Großkopf: Bass
Uli Kusch: Schlagzeug

Label: Castle Communications
Katalog-Nummer: CSC 7150-2

Geschrieben im Oktober 2005

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