Helstar: Multiples of Black

HELSTAR: Multiples of Black

Helstar gehören zu der großen Riege amerikanischer Bands, die sich Anfang der 80er Jahre aufmachten, die Metal-Welt zu erobern. Die Band aus Texas spielte in der Zeit von 1984-1989 vier hervorragende Alben ein, konnte sich aber, außer bei den eingefleischten Power-Metal-Fans, nie so recht in der Szene etablieren. Dabei hatten Helstar mit James Rivera einen überdurchschnittlichen Sänger an Bord und mit der Scorpions-Coverversion „He’s a Woman, She’s a Man“ einen Hit im Gepäck, der zumindest in den Anfangstagen von Helstar auch fest zum Liveprogramm der Band gehörte.
Nachdem Helstar mit dem guten, aber von großen Teilen ihrer Anhängerschaft leider völig ignorierten Album „Nosferatu“ ihr bis dato letztes Lebenszeichen von sich gegeben hatten und die Band zu allem Überfluss auch noch ihren Plattenvertrag verloren hatte, löste sich die Band frustriert auf und der Name Helstar lag sechs Jahre lang auf Eis. Zwar versuchten Sänger James Rivera und die Gitarristen Aaron Garza und Russell De Leon mit einem neuen Projekt die Glut noch einige Zeit am Glimmen zu halten, einen neuen Plattenvertrag konnten sie aber nicht an Land ziehen.
So dauerte es bis 1995, bis mit „Multiples of Black“ ein neues Helstar-Album erschien. Das Album beinhaltet zehn hervorragende Songs, wobei ein Teil dessen noch aus der helstarlosen Zeit von James Riveras Projekt Vigilante herrühren. Die Songs, wie das treibende „No Second Chance(In the angry City)“ oder das schnelle „Good Day to die“ schließen nahtlos da an, wo Helstar mit ihrem populärsten Album „Remnants of War“ aufgehört hatten. Der grandiose Riffrocker „Will I catch it again“ oder das leicht vertrackte „Lost to be found, Found to be lost“ gehören zweifelsfrei zum Besten, was Helstar je veröffentlicht haben. Und auch beim Judas Priest-Klassiker „Beyond the Realms of Death“ verstehen die Texaner gekonnt sich in Szene zu setzen.
So bleibt unterm Strich ein tolles Metal-Album, das lediglich zwei Kritikpunkte aufweist: Der Sound des Albums ist nach heutigen Maßstäben unterirdisch und das Cover sieht aus wie die Zeichnung eines mäßig talentierten Grundschülers!

Helstar:
 
James Rivera: Gesang
Aaron Garza: Gitarre
D. Michael Heald: Gitarre
Gerald R. Abarca: Bass
Russell De Leon: Schlagzeug

Label: Massacre Records/IRS
Katalog-Nummer: MASS CD 053

Geschrieben im Mai 2004

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