Iron Maiden: The X Factor

Iron Maiden: The X Factor

Selten ist ein Album schon vor seinem Erscheinen so kontrovers diskutiert worden wie „The X Factor“ von Iron Maiden aus dem Jahr 1995. Und selten wurde über einen Musiker so viel Spott und Hähme ausgeschüttet wie über den ehemaligen Wolfsbane-Sänger Blaze Bayley, der nach dem Ausstieg von Bruce Dickinson den freien Posten am Mikrophon von Iron Maiden übernommen hatte. Bereits kurz nach bekannt werden der Personalentscheidung wurden allerorts Stimmen laut, Iron Maiden hätten sich mit Blaze Bayley keinen Gefallen getan.
Aber mal im Ernst. Was ist so fürchterlich an „The X Factor“, dass es bei den eingefleischten Iron Maiden-Fans so gnadenlos durchfiel? An den Songs kann es eigentlich nicht gelegen haben, denn die sind größtenteils von Steve Harris verfasst worden und keinen Deut schlechter als die Stücke auf den älteren Iron Maiden-Alben. „Sign of the Cross“, „Lord of the Flies“ oder „Man on the Edge“ sind typische Maiden-Kracher und auch „Look for the Truth“ oder „Judgement of Heaven“ versprühen den typischen Iron Maiden-Charme. Natürlich sind auch ein paar schwächere Stücke auf dem Album, aber das war zu Dickinson-Zeiten auch nicht anders.
Auch live konnten mich Iron Maiden mit Blaze Bayley auf ihrer „X Factor“-Tour überzeugen. Dass das Album bei den Fans so schlecht weggekommen ist, liegt einzig und allein daran, dass viele Iron Maiden-Anhänger ihre Lieblingsband nur mit Bruce Dickinson akzeptieren und Blaze Bayley nie eine faire Chance gegeben haben.

Iron Maiden:
 
Steve Harris: Bass
Blaze Bayley: Gesang
Dave Murray: Gitarre
Janick Gers: Gitarre
Nicko McBrain: Schlagzeug

Label: EMI
Katalog-Nummer: 8 35819 2

Geschrieben im März 2004

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