Iron Savior: Dark Assault

IRON SAVIOR: Dark Assault

Hamburg ist ein gutes Pflaster für traditionellen Heavy Metal. So stammen nicht nur Running Wild und Paragon aus meiner schönen Heimatstadt, sondern mit Kai Hansen auch ein Mann, der mit seinen Bands Helloween und Gamma Ray eine ganze Generation von Gitarristen in ganz Europa beeinflusst hat.
Auch Iron Savior, die Band um den alten Kai Hansen-Spezi Piet Sielck hat es mit seiner Starthilfe mittlerweile auf Augenhöhe dieser Gruppen gebracht. Mittlerweile konzentriert sich Kai Hansen wieder ausschließlich auf seine Band Gamma Ray. Als 2000 das Album „Dark Assault“ erschien, gehörte Hansen zusätzlich aber noch zum festen Stamm von Iron Savior. Klangen die ersten Werke von Iron Savior durch den starken Einfluss von Kai Hansen noch latent nach Gamma Ray, haben Iron Savior auf „Dark Assault“ endlich ihren eigenen Stil gefunden. Die Band hat einen gehörigen Teil ihres Bombastsounds über Bord geworfen und musiziert hier irgendwo in der Schnittmenge aus Gamma Ray und Judas Priest. Und auch Piet Sielcks Gesang klingt deutlich reifer als auf dem Debutalbum „Iron Savior“ oder dem Nachfolger „Unification“, freilich ohne Stimmakrobaten wie Rob Halford oder Michael Kiske stumpf zu kopieren.
Was aber den Reiz von „Dark Assault“ ausmacht ist die musikalische Vielfalt, die Iron Savior hier aufbieten. So ist „Made of Metal“ eine typische Kai Hansen-Hymne, während Songs wie das pfeilschnelle „Solar Wings“ oder das flotte „Never say die“ auch auf einem Album von Primal Fear oder eben Judas Priest eine gute Figur abgegeben hätten. Mit „After the War“ hat sich dann noch eine - zugegebenermaßen - ziemlich bombastische Ballade auf „Dark Assault“ verirrt. Und auch vor einer Coverversion schrecken die Hanseaten nicht zurück. Hier hat es „Delivering the Goods“ erwischt, wobei sich Iron Savior relativ nahe an das Original von Judas Priest halten. Aber auch Stücke wie das treibende „I’ve been to Hell“ oder „Predators“, bei dem Iron Savior ein wenig den Fuß vom Gaspedal nehmen und sich Piet Sielck und Bassist Jan Eckert den Gesang teilen, wissen zu überzeugen.
Iron Savior haben mit „Dark Assault“ bewiesen, dass sie mehr als nur ein erstklassiger Gamma Ray-Abklatsch sind und sich ihre exponierte Stellung in der deutschen Metal-Szene wirklich verdient haben!

Iron Savior:
 
Piet Sielck: Gesang / Gitarre
Kai Hansen: Gitarre / Gesang
Joachim Küstner: Gitarre / Gesang
Jan-S. Eckert: Bass / Gesang
Andreas Kück: Keyboards / Gesang
Thomas Nack: Schlagzeug / Percussion

Label: Noise/SPV
Katalog-Nummer: N 0337-2

Geschrieben im Juli 2004

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