Jaguar: Wake me

JAGUAR: Wake me

Nicht jede Reunion ist sinnvoll! Die englische Formation Jaguar veröffentlichte zwar Anfang der 80er Jahre zwei viel beachtete Alben, wurde dann aber im Zuge der NWOBHM von ihren Landsleuten wie Iron Maiden oder Saxon links überholt. Und so waren meine Erwartungen nicht besonders hoch geschraubt, als die Band aus Bristol 2000 mit dem Album „Wake me“ um die Ecke bog, zumal Jaguar mit Jamie Manton einen neuen Sänger in ihren Reihen vorstellten.
Wer aber nun einen lauen Aufguss alter Glanztaten erwartet, wird hier Gott sei Dank enttäuscht. Auf „Wake me“ präsentieren sich Jaguar als hungrige Band, die mitnichten nur von der glorreichen Vergangenheit lebt, sondern sich erstaunlich frisch und angriffslustig präsentiert. Stücke wie das groovige „Mouth and Trousers“ oder das pfeilschnelle „Sucker“ passen hervorragend zur rauen Stimme von Jamie Manton, der seinem Vorgänger Paul Merrell in nichts nachsteht. Songs wie das eingängige „Scrap Metal“ oder „Dawn Chorus“ dürften all diejenigen begeistern, die mit den alten Iron Maiden um Paul Di’ Anno oder Raven etwas anfangen können. Mit „Junk“ ist Jaguar auf „Wake me“ dann sogar noch ein kleiner Hit gelungen.
Natürlich wird jetzt der ein oder andere wieder sagen, früher sei alles besser gewesen. Und einen Klassiker wie er Jaguar 1983 mit „Power Games“ gelungen ist, schreibt man auch nur einmal im Leben. Richtig. Aber Jaguar haben es auf „Wake me“ geschickt verstanden, nostalgisches Flair und moderne Härte zu einem eigenständigen Cocktail zu vermischen.
Wenn der Jaguar wieder so bissig ist, ist mit ihm auch im neuen Jahrtausend zu rechnen. Diese Reunion war sinnvoll!

Jaguar:
 
Jamie Manton: Gesang
Garry Pepperd: Gitarre
Jeff Cox: Bass
Nathan Cox: Schlagzeug

Label: Neat Metal
Katalog-Nummer: NM041

Geschrieben im Juli 2004

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