AMON DÜÜL 2: Nada Moonshine #
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LAKE: So What
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ROCKSHIP: Rough enough
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Robert Long: Über kurz oder lang
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Jane: Genuine

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Die Gruppe Jane gehört mit ihrer fast fünfunddreißig Jahren zu den dienstältesten Kapellen unserer Republik. Unzählige Tourneen quer durch die Bundesrepublik und die Veröffentlichung einer vergleichsweise großen Anzahl von qualitativ hochwertigen Tonträgern bescherten Jane nicht nur eine solide Fanbasis, sondern machte die Band um den singenden Schlagzeuger Peter Panka in den 70er Jahren auch zum Liebling der Kritiker.
Bereits ihr Debütalbum „Together“ verkaufte sich 1972 rund 100.000 mal. 1973 konnten Jane mit „Here we are“ an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. Die Geschichte von Jane war aber auch immer geprägt von bandinternen Streitereien und Besetzungswechseln.
Seit Mitte der 80er Jahre ist das Tischtuch zwischen dem Bassisten Klaus Hess und dem Rest der Band endgültig zerschnitten. Peter Panka versucht seitdem seine Vorstellung von Jane mit Peter Panka’s Jane zu verwirklichen, während Klaus Hess mit seiner Band Mother Jane durch die Land tourt.
Janes Album „Genuine“ erschien 2002 und markiert so etwas wie einen Neuanfang für die Band. Panka und seine Jungs haben für das Album fünf neue Stücke eingespielt, drei unveröffentlichte Songs und zwei Liveversionen von 1977 ausgegraben und mit „Dangerous Games“ sogar ein Stück von Mother Jane an Bord und schnell wird klar, dass auch im neuen Jahrtausend bei Jane nicht viel geändert hat!
Janes Musik liegt trotz ihrer Klasse und ihres internationalen Renomees immer ein wenig neben der Spur und die Band musiziert auch im fortgeschrittenen Alter stets gediegen und eingängig - jedoch auch stets konsequent am Hit vorbei. Dabei haben die neuen Songs durchaus Potenzial. Das knackige „Love me or leave me“ oder das schöne „Back Again“, das allerdings duch Pankas schlechtes Englisch ein wenig 'kaputtgesungen' wird, hätten Beachtung verdient.
Erfreulicherweise haben Jane dann sogar noch ein Stück von der ungeliebten „Resurrection“-Scheibe im Repertoire. „Be to see“ ist eine wirklich tolle Rockhymne, klingt aber auf Grund der dünnen Produktion ein wenig schwach auf der Brust.
Warum Jane aber bis heute eine so treue Anhängerschaft verdienen, zeigen sie dann alleredings erst am Ende des Albums. Und bezeichnenderweise sind es die alten Liveaufnahmen, die dem Album zum Ende hin noch einmal Kraft und Dynamik verleihen. „Fire Water Earth and Air“ und auch das rockige „Another Way“ zeigen eine spielfreudige und hervorragend eingespielte Band, die sich vor niemanden zu verstecken braucht.
„Genuine“ ist ein Album mit viel Licht und nur sehr wenig Schatten. Dazu gehört ganz eindeutig natürlich der Gesang von Peter Panka! Egal, ob Jane nun den deutschen Akzent ihres Sängers als Stilmittel verwenden oder der Mann es einfach nicht besser kann: Es kann auch stören. Und das damit natürlich international schon lange kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, dürfte auch klar sein.
Trotzdem ist „Genuine“ ein gutes Album mit wirklich tollen Songs, das nicht nur für Jane-Sammler sondern auch für Neueinsteiger interessant sein dürfte!

Jane:
 
Peter Panka: Schlagzeug / Gesang
Werner Nadolny: Hammond-Orgel
Charly Maucher: Bass / Gesang
Klaus Walz: Gitarre

Label: SPV
Katalog-Nummer: SPV 085-71332 CD

Geschrieben im April 2005

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