John Coghlan: The Best of Status Quo

John Coghlan: The Best of Status Quo

Nein, das Leben ist nicht immer fair. Und allein die Tatsache, mal in einer großen Band gespielt zu haben, sichert niemandem automatisch einen Platz im Rockolymp. So sind Musiker wie Alan Atkins oder Dave Evans heute fast völlig in Vergessenheit geraten, obwohl sie einst bei Judas Priest, bzw. AC/DC aktiv waren.
Ein ähnliches Schicksal ereilte auch den Schlagzeuger John Coghlan, der immerhin zu den Gründungsmitgliedern von Status Quo gehörte und der Band bis 1982 die Treue hielt. Während seine ehemaligen Kollegen Francis Rossi und Rick Parfitt mit veränderter Mannschaft bis heute munter durch die Weltgeschichte touren und immer noch in der Lage sind die großen Hallen zu füllen, verdient John Coghlan seine Brötchen heute in einer Coverband, die - wen wundert’s - Status Quo-Songs zum Besten gibt. Das ist weder wahnsinnig originell noch besonders innovativ, aber schließlich verbraten Status Quo ihre Gassenhauer auch immer wieder neu; also darf John Coghlan das auch.
Seit 2002 gibt es nun ein Album namens „The Best of Status Quo“, das kaum Wünsche offen lässt. John Coghlan und seine Band rocken sich durch das Repertoire der 70er Jahre von Status Quo und lassen dabei keinen Hit aus. Schlag auf Schlag geht es hier über „Whatever you want“, „Paper Plane“, „Roll over, Lay down“ und „Down Down“, wobei sich die Versionen von Coghlans Band doch sehr stark an die Originale anlehnen. Das ist wie gesagt nicht besonders originell.
Auf dem CD-Cover wird dann auch schamlos Etikettenschwindel betrieben - Status Quo ganz groß, John Coghlann relativ klein. Und auch über Coghlans Mitmusiker schweigt sich das Booklett aus. Die ganze CD wirkt billig und sie ist es auch. Aber die Musik ist einfach Spitzenklasse und hat bis zum heutigen Tage nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Wer „The Best of Status Quo“ auf irgedeinem CD-Wühltisch dieser Republik findet, sollte das Werk für ein paar Euro mit nach Hause nehmen.

Label: FNM
Katalog-Nummer: 4064

Geschrieben im Juni 2004

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