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Judas Priest: Angel of Retribution

JUDAS PRIEST: Angel of Retribution

Na endlich! Satte fünfzehn Jahre mussten ins Land ziehen, bis Judas Priest einen würdigen Nachfolger für ihr Erfolgsalbum „Painkiller“ zusatand brachten. Rob Halford hatte sich in den letzten Jahren doch wieder vermehrt schwermetallischen Klängen zugewand, konnte aber mit seiner Band Halford bei weitem nicht an die alten Erfolge mit Judas Priest anschliessen.
Judas Priest hingegen sahen ihre Fälle davonschwimmen. Nachdem es mit dem neuen Sänger Tim 'Ripper' Owens und den beiden nur mäßig erfolgreichen Alben „Jagulator“ und „Demolition“ zuletzt für die Metallgötter nur noch für die mittleren Hallen reichte, wurde Anfang des neuen Jahrtausends im Hause Judas Priest Zäsur gemacht. Und siehe da, die alten Streitigkeiten mit Rob Halford waren bald aus der Welt geräumt und der Vorgänger von Tim Owens wurde auch sein Nachfolger. 2005 erschien dann das Reunion-Album.
Judas Priest ist mit „Angel of Retribition“ ein Album gelungen, dass zwar der Musikwelt keine neuen Facetten hinzufügt, dafür aber genau das bietet, was die treuen Priest-Anhänger von ihren Liebkingen so lange vermisst haben: Packende Melodien, spannende Gitarrenduelle und die Wahnsinnsstimme von Rob Halford. Und all dies bietet „Angel of Retribution“ im Übermaß!
„Judas Rising“ wird sich zu einem Klassiker entwickeln, Demonizer oder das pfeilschnelle „Hellrider“ hätten auch auf dem bandeigenen Klassiker „Painkiller“ eine gute Figur gemacht und mit der ergreifenden Ballade „Angel“ könnten es Judas Priest sogar bis ins Radio schaffen.
„Deal with the Devil“ und vor allem „Worth fighting for“ dürfe dann auch dem letzten Ignoranten klar machen, dass eine der wichtigsten Metalbands wieder da ist, um verlorenes Terrain wieder gut zu machen. Zum Abschluss des Albums gibt es „Lochness“ noch ein fast vierzehnminütiges Monumenalepos zu hören, dass nicht nur im Refrain doch das ein oder andere Mal an Black Sabbath oder auch Manowar erinnert.
Fazit: Judas Priest haben die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt! Ob „Angel of Retribution“ aber einst auch so einflussreich wird wie „Painkiller“, „Screaming for Vengeance“ oder auch „Defenders of Faith“, wird die Zukunft zeigen.
Der Erstauflage des Albums kann zusätzlich mit einer DVD aufwarten. Zu sehen gibt es Aufnahmen von Klassikern wie „Metal Gods“, „Breaking the Law“, „Hell bent for Leather“ oder auch „The Hellion/Electric Eye“ aus dem Sommer 2004.

Judas Priest:
 
Rob Halford: Gesang
Glenn Tipton: Gitarre
K.K. Downing: Gitarre
Ian Hill: Bass
Scott Travis: Schlagzeug

Label: Sony Music UK
Katalog-Nummer: 519300 3

Geschrieben im Februar 2005

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