Knorkator: The Schlechtst of Knorkator

Knorkator: The Schlechtst of Knorkator

Das erste Mal wirklich auf Knorkator aufmerksam geworden bin ich beim '4. Super-Crash Open Air' im Juli 1998 in Rendsburg in der Nähe von Hamburg. Am zweiten Tag dieses völlig verregneten Wochenendes rockten die drei Chaoten aus Berlin sowas von dermaßen das Zelt, dass das Publikum den Mund vor Staunen und Begeisterung überhaupt nicht wieder zu bekam. Die Band um Sänger Stumpen, der eine Armschiene trug, schonte weder sich noch das Publikum.
Genauso verhällt es sich auch mit dem Debütalbum der Band Knorkator „The Schlechtst of Knorkator“ aus dem Jahr 1998. Knorkator kommen über den Hörer wie eine Dampfwalze! Vom ersten bis zum letzten Ton wird hier die Grenze des Machbaren, bzw. des guten Geschmacks ausgelotet. In Stücken wie „Der Werwurm“, „Weg nach unten“ oder vor allem in „Böse“ musizieren Knorkator auf hohem Niveau und parodieren gekonnt die dunkle Szene. „Schwanzlich Willkommen“ hat einen unpeinlichen Text voller Sprachwitz. Bei „Ich will nur ficken“ wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Und „Mich verfolgt meine eigene Scheisse“ ist ein Gedanke, den man sich dann lieber doch nicht vorstellen möchte. Musikalisch angesiedelt ist das Ganze dann irgendwo zwischen Atmosphäre und Gemetzel.
Leute mit Hang zu extremen Klängen, die aber auch über sich selbst schmunzeln können und sich zum Lachen nicht in den Keller verabschieden, sollten bei „The Schlechtst of Knorkator“ einmal hereinhören. Produziert hat das Album Rod von den Ärzten.

Knorkator:
 
Alf Ator: Tanz & Zerstörung
Buzz Dee: Rumspielen & Nähen
Stumpen: Rufen & Zappeln

Label: Rodrec/Indigo
Katalog-Nummer: 48242

Geschrieben im Februar 2004

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