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Krokus: To Rock or not to Be

KROKUS: To Rock or not to Be

Bereits 1974 gründet sich im beschaulichen Solothurn in der Schweiz die Rockband Krokus. Klangen die ersten beiden Alben noch etwas unausgegoren, hatte die Band ab dem dritten Album „Painkiller“ seine musikalische Richtung gefunden. Die symphonischen und progressiven Elemente verschwanden zugunsten knackiger Hardrock-Melodien. Nicht mehr Emerson, Lake & Palmer sondern AC/DC waren ab sofort für Krokus maßgeblich.
Doch um auch international richtig durchstarten zu können, fehlte Krokus nun noch der richtige Sänger. Auf Malta findet die Band Marc Storace und angagiert ihn vom Fleck weg. Das Album „Metal Rendez-Vous“ erscheint und Krokus dürfen sogar auf dem legendären Reading-Festival in England aufspielen.
Doch der Erfolg bringt Unruhe in die Band. Es kommt zu Streitigkeiten zwischen Gitarrist Chris von Rohr, der Mitte der 80er Jahre zum Sprachrohr der Band geworden ist, und Sänger Marc Storace. Krokus feuern Storace, engagieren Björn Lodin als neuen Frontman, veröffentlichen noch ein mäßiges Album, und lösen sich schließlich auf.
Seit 1995 ist aber wieder Ruhe im Krokus-Camp eingekehrt. Nicht nur Marc Storace, sondern auch der Schlagzeuger Freddy Steady, der in den 80er Jahren für Gianna Nanini hinter der Schießbude gesessen hat, kehren heim in den Schoß der Band. Sogar Ur-Mitglied Jürg Naegeli ist wieder mit an Bord Allerdings nicht als Bassist, sondern als Produzent und Songschreiber.
Mit „To Rock or not to Be“ erscheint auch endlich wieder ein Album, das den Namen Krokus verdient. Und endlich gibt es wieder das zu hören, was die Fans der Eidgenossen verlangen: Hardrock mit herausragenden Melodien und einer Spur Blues-Feeling.
Und ab geht die Luzie! „Lion Heart“ oder das flotte „Flying through the Night“ hätten auch auf einem Album der großen Brüder im Geist - sprich AC/DC - eine gute Figur gemacht. „Soul to Soul“ oder das mächtige „Talking like a Shotgun“ könnten auch von bandeigenen Klassikern wie „Metal Rendez-Vous“ oder „Headhunter“ stammen und rocken wie einst im Mai.
Und wer spätestens beim Titelstück „To Rock or not to Be“ oder beim herrlich zweideutigen „Doggy Style“ nicht auf die Knie geht, ist kein echter Rock’n’Roller. Aber auch Songs wie das eindringliche „In the Dead of Night“ oder „Stop the World“ stehen den genannten in nichts nach. Mit „You ain’t got the Guts to do it“ verbeugen sich Krokus noch einmal ganz tief in Richtung Australien, ehe „To Rock or not to Be“ nach dem kraftvollen Rausschmeißer „Stormy Nights“ viel zu früh endet.
Wer in den letzten Jahren das Interesse an Krokus verloren hat, sollte bei „To Rock or not to Be“ unbedingt ein Ohr riskiern. Krokus haben zu alter Stärke zurück gefunden.
Eine Party ohne AC/DC ist langweilig. Eine Party ohne Krokus aber auch!

Krokus:
 
Marc Storace: Gesang
Fernando von Arb: Gitarre
Mark Kohler: Gitarre
Many Maurer: Bass
Freddy Steady: Schlagzeug

Label: Phonag-Records
Katalog-Nummer: P 81100

Geschrieben im August 2005

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