Nirvana: In Utero

Nirvana: In Utero

Das im September 1993 erschienene Nirvana-Album „In Utero“ ist eine musikalische Symbiose aus dem rauhen, ungeschliffenen Stil der „Bleach“- und der Eingängigkeit der „Nevermind“-CD.
„I hate myself and I want to die“ wollte Kurt Cobain dieses Werk eigentlich betiteln. Der Name hätte gepasst, denn diese morbide Stimmung zieht sich durch das gesamte Album. Während „Heart-Shaped Box“, „Frances Farmer will have her Revenge on Seattle“ oder die Single „Rape me“ Cobains Antwort auf den Medienrummel nach „Nevermind“, noch am ehesten an „Nevermind“ und Nirvanas Überhit „Smells like Teen Spirit“ erinnern, regieren bei Songs wie „Milk it“ oder „Tourret’s“ Depressionen, Verzweiflung und Selbsthass.
Insgesamt ein starkes Album, das durch seine anfängliche Unzugänglichkeit mehrere Durchläufe braucht, um sich dem geneigten Hörer voll und ganz zu erschließen. Hat man „In Utero“ aber erst einmal lieb gewonnen, setzen sich die Songs im Ohr fest. Wahrscheinlich sind es Cobains Wut und Hoffnungslosigkeit, gepaart mit den tollen Melodien, die das Album so unwiderstehlich machen.

Nirvana:
 
Kurt Cobain: Gitarre / Gesang
Krist Novoselic: Bass
Dave Grohl: Schlagzeug

Label: Geffen
Katalog-Nummer: GED 24536

Geschrieben im Mai 2003

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