Oomph!: Wahrheit oder Pflicht

OOMPH!: Wahrheit oder Pflicht

Aufgemerkt! Denn Wolfsburg hat mehr zu bieten als mittelmäßigen Bundesligafußball und leidlich zuverlässige Autos. Waren mir Oomph! doch bisher nur als zweitklassige Rammstein-Epigonen in Erinnerung, klingen sie 2004 auf ihrem Album „Wahrheit oder Pflicht“ modern und zeitgemäß.
Aber keine Angst, Oomph! bauen auf alte Werte und setzt doch konsequent ihren Weg fort. Oomph! eröffnen das Album mit dem bis dato erfolgreichsten Song in der Vita der Band: „Augen auf!“, der auch sofort hochnotiert in die deutschen Verkaufshitparaden einstieg. Ein mörderischer Groove gepaart mit einem schlichten, auf einem Abzählreim basierendem Refrain, der sofort sein gesamtes Ohrwurmpotenzial entwickelt. Hammerhit. Aber auch bei Stücken wie „Sex hat keine Macht“, „Du spielst Gott“ oder „Der Strom“ sorgen Oomph! dafür, dass ihre harte, schwere Musik den Gehörgang so schnell nicht wieder verlässt. Und damit keine Langeweile aufkommt, haben Oomph! zwischendurch immer mal wieder ein englisches Stück eingebaut. Gerade Songs wie „Burn your Eyes“ oder „Answer me“ stehen der Band hervorragend zu Gesicht.
Aber ob Modernität hin oder her, Oomph! verleugnen ihre Wurzeln nie. Ihre Texte sind immer ganz, ganz doll bedeutungsschwer und werden mit viel Pathos vorgetragen. Wem dies alles nicht stört, der sollte unbedingt mit Oomph! eine Runde „Wahrheit oder Pflicht“ spielen.

Oomph!:

Crap: Keyboards / Gitarren
Dero: Schlagzeug
Flux: Samples / Gitarren

Label: G.U.N./BMG
Katalog-Nummer: 82876 58938 2

Geschrieben im März 2004

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