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Queen + Paul Rodgers: Return of the Champions

QUEEN + Paul Rodgers: Return of the Champions

Zugegeben, anfangs war ich nicht sonderlich begeistert als ich hörte, Brian May und Roger Taylor planen, 2005 als Queen wieder auf Tour zu gehen. Schließlich waren seit dem Tod von Freddie Mercury fast fünfzehn Jahre ins Land gezogen und auch Bassist John Deacon stand für gemeinsame Auftritte nicht zur Verfügung.
Auch die Meldung, Paul Rodgers solle in die Fußstapfen des großen Zampano Mercury treten, konnte mich nicht zu Begeisterungsströmen hinreißen. Klar, der ehemalige Free und Bad Company-Sänger Rodgers ist ein ganz hervorragender Sänger. Aber passt seine bluesgetränkte Stimme zu den Hits von Queen? Oder sind die Schuhe des Vorgängers doch ein paar Nummern zu groß für ihn? Zu guter Letzt siegte bei mir aber dann doch die Neugier über die Skepsis und ich sah mir die Show von Queen und Paul Rodgers in Hamburg an.
Jetzt liegt, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, die CD zur Tour vor, aufgenommen am 9. Mai 2005 in der Hallam FM Arena in Sheffield. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer die ganze Geschichte als Leichenfledderei ansieht, braucht ab hier nicht mehr weiter zu lesen. Denn das hier nicht die wahren Queen, sondern eine bessere Coverband auf der Bühnen steht, dürfte jedem klar sein.
Wer aber schon immer Queen-Fan war, und vielleicht sogar die ein oder andere Show der Europa-Tournee besucht hat, dürft die ganze Sache mit anderen Augen betrachten. Denn Paul Rodges versucht erst gar nicht, Freddie Mercury nachzueifern, sondern setzt seine eigenen Duftmarken. Dafür sorgen Stücke wie „Wishing Well“ oder das unvemeidliche „All right now“, die die Musiker immer wieder zwischen die Queen-Klassiker mischen.
Das Hauptaugenmerk der Musiker liegt aber natürlich auf den unverwüstlichen Queen-Hits wie „A kind of Magic“, „Bohemian Rhapsody“ oder „I want to break free“. Aber auch „Tie your Mother down“, „Crazy little Thing called Love„ oder oder „Fat bottomed Girl“ werden kompetent dargeboten und von Taylor, May und Rogers fehlerfrei über die Rampe gebracht. Die Band gibt den Zuschauern, was sie hören wollen und das Auditorium dankt den Musikern mit lang anhaltendem Applaus.
Sogar ein paar faustdicke Überraschungen halten Queen + Paul Rodgers bereit; oder hätte in diesem Zusammenhang jemand mit „I’m in Love with my Car„ oder „Radio Ga Ga“ mit Schlagzeuger Taylor als Leadsänger gerechnet? Dieser steuert mit „Say it’s not true“ sogar noch ein völlig neues Stück bei.
Aber auch die anderen Stücke auf Return of the Champions können das hohe Niveau der Show spielend halten. Kunststück, den wer „Hammer to fall“, „Another one bites the Dust“ oder „The Show must go on“ in der Hinterhand hat, kann nicht viel falsch machen. Und spätestens wenn zum Ausklang der Show „We will rock you“ und „We are the Champions“ angestimmt werden, ist auch der letzte Zweifler versöhnt.
Beinharte Queen-Fans werden sicherlich auch ohne „Return of the Champions“ glücklich. Wer Queen + Paul Rodgers live erlebt hat, wird sich die Scheibe aber bestimmt gern zu den Originalen in den Plattenschrank stellen. Die Auswahl der Lieder ist gelungen, lediglich das ein oder andere Gitarrensolo hätte sich Brian May gern verkneifen können.
Und Freddie Mercury? Dreht er sich angesichts der Darbietung im Grabe um? Nein, er feiert im Rockerhimmel die Party mit. Im Geiste ist er sowieso immer dabei!

Queen + Paul Rodgers:
 
Paul Rodgers: Gesang / Gitarre
Brian May: Gitarre / Gesang
Roger Taylor: Schlagzeug / Gesang

Label: EMI
Katalog-Nummer: 00946 3 36979 2 8

Geschrieben im Oktober 2005

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