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Roland Orzabal: Tomcats screaming outside

Roland Orzabal: Tomcats screaming outsside

Tears for Fears waren in den 80er Jahren ein fester Bestandteil der Deutschen Vekaufshitparaden. Besonders ihre ersten beiden Alben „The Hurting“ und „Songs from the Big Chair“ mit ihren unsterblichen Hits wie „Mad World“, „Shout“ oder natürlich „Everybody wants to rule the World“ durften damals auf keiner Party fehlen.
Mit „The Seeds of Love“ wendeten sich Tears for Fears 1989 von der rein synthetischen Musik ab und wurden auch für eine ältere Käuferschicht interessant. Das Album mit seinen Hits „Sowing the Seeds of Love“ und „Woman in Chains“ konnte sowohl die Fans als auch die Kritiker begeistern. Roland Orzabal präsentierte sich als gereifter Songschreiber und Tears for Fears überraschen mit feinen Melodien und cleveren Arrangements.
Nach dem großen Erfolg von „The Seeds of Love“ ließ das Interesse an Tears for Fears dann aber merklich ab.
Anfang der 90er Jahre verlies Sänger Curt Smith die Band um eine erfolglose Solokarriere zu starten. Roland Orzabal hielt weiter an Tears for Fears fest, und veröffentlichte unter dem bestens eingeführten Namen noch die Alben „Elemental“ und „Raoul and the Kings of Spain“, die allerdings kaum noch jemanden begeistern können.
Das erste Album unter seinem eigenen Namen spielte Roland Orzabal dann im Jahr 2000 ein.
„Tomcats screaming outside“ ist ein wunderschönes Popalbum, und dürfte vor allem all denen gefallen, die bereits an „The Seeds of Love“ Roland Orzabals musikalische Vielseitigkeit geschätzt haben. Denn obwohl Orzabals Musik tief in den achtziger Jahren vewurzelt ist, hat der Sänger seine Lust am Experimentieren nicht verloren.
So enthält „Tomcats screaming outside“ neben dem hitverdächtigen „Ticket to the World“ und dem wunderschönen „For the Love of Cain“, die beide stark an Tears for Fears erinnern, auch Songs, bei denen Roland Orzabal mit zeitgenössischen Zutaten hantiert. Dann gelingen ihm mit seinen hervorragenden Mitmusikern wie dem Spock’s Beard-Schlagzeuger Nick D’Virgilio und dem Gitarristen Alan Griffith , mit dem Roland Orzabal fast alle Lieder auf „Tomcats screaming outside“ verfasst hat, zuweilen wirkliche Perlen.
So ist Roland Orzabal mit „Under Ether“ eine richtige Dampfwalze gelungen. Aber auch das rockige „Dandelion“ hätte so sicherlich nie den Weg auf ein reguläres Tears for Fears -Album geschafft.
Mit „Day by Day by Day by Day by Day“ oder „Bullets for Brains“ ist aber auch an die Nostalgiker gedacht. Ja, so klangen sie, die 80er!
Roland Orzabal beweist auf „Tomcats screaming outside“, dass er das Hitschreiben nicht verlernt hat. Wer an Tears for Fears schon immer seine Freude hatte, wird bestimmt auch Gefallen an Orzabals Soloalbum finden.

Musiker:
 
Roland Orzabal: Gesang / Gitarre / Keyboards
Alan Griffith: Gitarre / Keyboards
David Sutton: Bass
Nick D’Virgilio: Schlagzeug

Label: Eagle Records
Katalog-Nummer: EAGCD159

Geschrieben im April 2005

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