IRON MAIDEN: The X-Factor
IRON MAIDEN: The X-Factor

Paul Di Anno's BATTLEZONE: Children of Madness
Paul Di Anno's BATTLEZONE: Children of Madness

JUDAS PRIEST: Angel of Retribution
JUDAS PRIEST: Angel of Retribution

THIN LIZZY: One Night only
THIN LIZZY: One Night only

Samson: Refugee

SAMSON: Refugee

Ganz egal, wie brilliant Samsons Album auch immer gewesen sein mögen, für die Band hat es leider nur zu einer Fußnote in der Musikgeschichte gereicht. Hatte doch ein gewisser Bruce Bruce Album Nummer zwei und drei der Briten eingesungen. Bruce Bruce sollte später unter seinem richtigen Namen Bruce Dickinson bei Iron Maiden zu Weltruhm gelangen. Samson hingegen konnten sich nie aus dem Schatten damals angesagter Combos wie Saxon oder Judas Priest lösen. Spätestens Mitte der 80er Jahre hatte die Band den Kredit bei den Fans endgültig verspielt und löste sich folgerichtig auf.
Nachdem Paul Samson mit seinem Solalbum „Joint Forces“ 1986 einen kommerziellen Griff ins Klo gelandet hatte, versuchte er vier Jahre später mit neuer Mannschaft noch einmal voll durchzustarten. 1990 erschien das Album „Refugee“.
Musikalisch gesehen war auf „Refugee“ für Samson alles wieder im grünen Bereich, interessiert hat dies zum damaligen Zeitpunkt allerdings kaum noch jemanden. Zu Unrecht, den „Refugee“ ist zwar kein Album für die Ewigkeit, hält aber die ein oder andere Perle bereit.
Bereits der Opener „Good to see you“ weist tief zurück in die Zeit der NWOBHM und erinnert nicht von ungefähr an die alten Iron Maiden. Und auch Klassesongs wie „Love this Time“ oder das intensive „Room 109“ haben deutliche 80er-Schlagseite. „Look to the Future“ hat hörbar Hitpotenzial. Und ein Hammer wie das abschließende „The Silver Screen“ müsste heute eigentlich ein Klassiker sein.
Aber auch die anderen Songs des Albums stehen den genannten in nichts nach. „State of Emergency“ oder das pfeilschnelle „Turn on the Lights“ sind wahre Rohdiamanten. Und auch das majestätische „Samurai Sunset“ steht der Band gut zu Gesicht. Sänger Peter Scallan hat eine gute, und vor allem sehr eigenständige Stimme, die keine Vergleiche zu seinem großen Vorgänger Dickinson aufkommen lässt. Und auch der Rest der Truppe macht seine Arbeit hörbar gut.
Leider war für Bands wie Samson der Zug ein Jahr vor Nirvanas „Nevermind“ schon lange abgefahren und „Refugee“ floppte gnadenlos. Erst nach dem Grunge-Boom konnten sich Samson langsam wieder etablieren. Die Band stand wieder regelmäßig auf der Bühne und konnte bei so manchem Festival für offene Münder sorgen.
Am 9. August 2002 verstarb Paul Samson an einem Krebsleiden und Samson waren endgültig Geschichte.

Samson:
 
Paul Samson: Gitarren
Peter Scallan: Gesang
Toby Sadler: Keyboards
Charlie Mack: Schlagzeug

Label: Communiqué Records Limited
Katalog-Nummer: CMGCD001

Geschrieben im September 2005

 A | B | C | D   E | F | G | H   I | J | K | L   M | N | O | P   Q | R | S | T   U | V | W | X   Y | Z 
Saga: Network | Seitenanfang | Index | Savage Circus: Dreamland Manor >

^