Scorpions: Unbreakable

SCORPIONS: Unbreakable

Ich muss gestehen, dass ich nach den völlig inakzeptablen Werken der Scorpions in den 90er Jahren keinen roten Heller mehr auf die Band aus Hannover gesetzt hätte. Zu sehr hatte das ehemalige Aushängeschild des deutschen Hardrocks seine traditionelle Linie verlassen und hatte mit unausgegorenen Alben seine Anhängerschaft enttäuscht.
Umso erstaunter war ich, als ich das Scorpions-Album „Unbreakable“ aus dem Jahr 2004 das erste mal hörte. Die Scorpions haben mit Pawel Maciwoda nicht nur einen neuen Bassisten mit an Bord, sie sind auch musikalisch wieder in die Nähe ihrer Wurzeln zurückgekehrt. Die Zeit der Experimente ist endlich vorbei und die Scorpions machen wieder das, was die Fans von ihnen hören wollen, nämlich kraftvollen Rock. Stücke wie das groovige „New Generation“, das etwas an „No one like you“ erinnernde „Love ’em or leave ’em“ oder das treibende „Blood too hot“ hauen voll ins Mett und zaubern dem alten Scorpions-Fan ein Lächeln aufs Gesicht.
Mit „Maybe I Maybe You“ und „She said“ haben die Scorpions natürlich auch wieder die obligatorischen Balladen im Gepäck und „Trough my Eyes“ oder „Can you feel it“ haben durchaus Hitpotenzial.
Klaus Meine wird mit seiner Aussprache nie einen englischen Vorlesewettbewerb gewinnen und auch Meilensteine wie „Blackout“ oder „Love at first Sting“ werden der Band wohl nie wieder gelingen. Trotzdem segelt die alte Fregatte wieder in rockigem Fahrwasser und das ist gut so!

Scorpions:
 
Klaus Meine: Gesang
Rudolf Schenker: Gitarren / Background-Gesang
Matthias Jabs: Gitarren
Pawel Maciwoda: Bass
James Kottak: Schlagzeug / Background-Gesang

Label: BMG
Katalog-Nummer: 82876 60964 2

Geschrieben im Mai 2004

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