Hammer: The funky Headhunter
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Snow: 12 Inches of Snow

Snow: 12 Inches of Snow

Die letzen Jahre des letzten Jahrhunderts haben die allgemeine Sicht der Menschen auf viele Dinge verändert. Der beste Golfer der Welt ist heute ein Schwarzer, den angesagtesten Rap macht ein Weißer und - glücklicherweise - nimmt daran niemand mehr Anstoß. Als 1992 Snows Album „12 Inches of Snow“ erschien, waren Rap und Hip Hop noch reine Domänen der schwarzen Musiker und Snow ein absoluter Exot.
Dass aber auch ein Weißer, noch dazu aus Toronto in Kanada, authentisch die Kunst des Sprechgesangs beherrschen konnte wurde dem Publikum recht schnell deutlich, als Snow mit seiner Single „Informer“, in dem er seine anderthalb Jahre U-Haft wegen falscher Mordanklage aufarbeitet, wochenlang die Spitze der Hitparaden blockierte. „Informer“ wurde seinerzeit auch oft im Radio gespielt und war einer der ganz großen Hits des Jahres 1993.
Aber auch die anderen Stücke auf „12 Inches of Snow“ zeigen, dass hier nicht mit der heißen Nadel ein Album um einen Superhit gestrickt wurde. „Runaway“, das in Amerika als Single ausgekoppelte „Lonely Monday Morning“ oder Snows Version des Paul-Simon-Klassikers „50 Ways“ haben unüberhörbar Hitpotenzial.
Snow ist mit seinem Debütwerk ein flüssiges, tanzbares Album irgendwo in der Schnittmenge aus Reggae, Ragga und Hip Hop gelungen.

Label: eastwest
Katalog-Nummer: 7567-92207-2

Geschrieben im März 2004

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