Astra Kid: Müde, Ratlos, Ungekaemmt
 
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Extrabreit: Europa

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Son Goku: Crashkurs

SON GOKU: Crashkurs

Die einflussreichste deutsche Band der vergangenen Jahre waren mit Sicherheit Die Fantastischen Vier. Nicht nur als Kollektiv, sondern auch als Solokünstler konnten die vier Schwaben überzeugen. Bis auf Smudo haben sowohl And. Ypsilon als auch Deejot Hausmarke, vor allem aber Thomas D., immer wieder versucht, ihre musikalischen Ambitionen außerhalb der Stammband zu verwirklichen. Klang Thomas Album „Solo“ und seine Single „Rückenwind“ 1997 noch latent nach den Fantastischen Vier, ist Thomas D. mit seinem Projekt Son Goku 2002 keine Kompromisse eingegangen. Für das Album Crashkurs hat er sich kurzerhand ein paar Mitbewohnern seiner Eifeler Musikkommune M.A.R.S.(Moderne Anstalt Rigoroser Spakker) geschnappt und mit ihnen völlig entspannt drauflos musiziert.
Das das Ergebnis mit der Musik der Fantastischen Vier nicht das geringste zu tun haben würde, war sicherlich absehbar. Wie weit Son Goku ihren musikalischen Horizont setzen allenfalls zu erahnen. Son Goku machen gediegenem Alternativ-Rock mit deutschen Texten. Allerdings reichen ihre Einflüsse von Weltmusik über Hardcore bis hin zu Rap und Hip Hopp, so dass Son Goku sich immer wohltuend von der breiten Masse absetzen.
Das „Crashkurs“ aber trotz seiner manigfaltigen Einflüsse geschlossen und homogen klingt, ist das Verdienst von Thomas D. Seine hörenswerten Texte sind mehr als nur Begleitwerk, regen immer wieder zum schmunzeln, grinsen oder nachdenken an, und haben mit Plattitüden à la Xavier Naidoo und Konsorten Gott sei Dank nichts zu tun.
Zwischen durch hat sich dann auch immer wieder der ein oder andere Hit auf „Crashkurs“ eingeschlichen. Stücke wie das eingängige „Crashkurs“, das rockige „An Alle“ oder das tolle „Alle für Jeden“ hätten bestimmt auch im Radio eine gute Figur gemacht.
Son Goku werden nie den Status der Fantastischen Vier erreichen. Dazu ist ihre Musik nicht kommerziell genug, und das ist wahrscheinlich auch gar nicht gewollt. Son Goku ist ein Sammelbecken für die Ideen nicht ausgelasteter Musiker. Hoffentlich bleibt „Crashkurs“ nicht das einzige Album dieses vielversprechenden Projektes.

Son Goku:
 
Thomas D.: Gesang
Komi Togbonon: Gesang
Axel Hilgenstöhler: Gitarre
Jochen Hornung: Gitarre
Paul J Greco: Bass
Bertil Mark: Schlagzeug

Label: Sony Music
Katalog-Nummer: 508441 2

Geschrieben im Februar 2005

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