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Staind: Break the Cycle

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Egal, ob man es nun Neo-Grunge, Alternative oder schlicht und ergreifend Rockmusik nennt, eines steht fest: Bands wie Pearl Jam, Nirvana oder auch Mudhoney haben den harten Klängen in den Vereinigten Staaten zu einem unverhofftem Boom verholfen. Unzählige Kapellen in 'Gods own Country' besinnen sich plötzlich wieder auf ihre Wurzeln und frönen ungeniert ihrer Vorliebe für harten und lauten Sound.
Erinnert sei in diesem Zusammenhang an Combos wie Creed, Korn oder natürlich Staind. Nachdem die Band aus Springfield in den USA bereits mit ihrem Debütalbum „Dysfunction“ mächtig Staub aufwirbeln konnte, sind Staind spätestens seit ihrem zweiten Album auch in Europa in aller Munde. „Break the Cycle“ stieg 2001 von Null auf Eins in die Billboard-Charts ein, verkaufte mehrere Millionen Einheiten und blockierte wochenlang die Spitze der amerikanischen Verkaufshitparaden.
Staind spielen auf „Break the Cycle“ harte Rockmusik mit einem Schuss Melancholie. Geboten wird eine tolle Mischung aus atmosphärischen Rockern wie dem hervorragenden „Open your Eyes“ oder dem düsteren „Suffer“ und schönen Balladen, die trotz ihrer Eingängigkeit nie kitschig wirken. „Change“ oder „It’s been Awhile“, das auch in Deutschland ein Riesenhit war, stehen hier nur stellvertretend für ein Sammelsurium feinster Kompositionen der Band aus Bart Simpsons Heimatstadt.
Doch auch die anderen Songs des Albums können das vorgegebene Niveau spielend halten. „For you“ oder das hardrockende „Pressure“ sollten einen Fred Durst vor Neid erblassen lassen; „Outside“ hätte auf beiden Seiten des Atlantiks ein Hit werden müssen. Auch live konnten mich Staind seinerzeit überzeugen.
„Break the Cycle“ dürfte vor allem all jenen gefallen, die auch Nirvana in ihren lichten Momenten schätzten, aber mit der Todessehnsucht der Seattle-Ikonen nichts anfangen konnte. Wer bei Alben wie „Ten“ oder „Nevermind“ feucht im Schritt wurde, wird „Break the Cycle“ lieben. Wenn Staind so weiter musizieren, haben sie, zumindest in ihrer Heimat, bald keine Konkurrenz mehr zu fürchten und werden mit den ganz Großen der Zunft in einer Liga spielen!

Staind:
 
Aaron Lewis: Gesang
Mike Mushok: Gitarre
Johnny April: Bass
Jon Wysocki: Schlagzeug

Label: Flip Records / Elektra
Katalog-Nummer: 7559-62664-2

Geschrieben im September 2005

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