STATUS QUO: Don't stop
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Status Quo: Under the Influence

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Kaum eine Band hat sich in den letzten Jahrzehnten so in die Herzen der Fans gespielt, wie Status Quo. Das liegt zum einen daran, dass die Band aus London seit 1968 regelmäßig Alben aufnimmt und eigentlich ständig auf Tournee ist. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Anhänger der Boogie-Rocker die Ehrlichkeit der Truppe um Francis Rossi und Rick Parfitt zu schätzen wissen.
Status Quo sind immer konsequent ihren Weg gegangen, ohne dabei dabei nach links und rechts zu schauen und missglückte Experimente als 'musikalische Weiterentwicklung' zu verkaufen. Dabei sind Status Quo ihrem Stil stets treu geblieben. Nur der Sound der Alben wurde an die jeweiligen Hörgewohnheiten angepasst.
Nachdem Status Quo 1996 mit „Don’t stop“ ein Album voller Coverversionen auf den Markt gebracht hatten und Rick Parfitt sich 1997 einer schwierigen Bypass-Operation unterziehen musste, sahen viele Fans schon das Ende der Shuffle-Rocker gekommen. Doch Status Quo haut so schnell nichts um. In gewohnter Besetzung und mit neuer Plattenfirma im Rücken legen Status Quo 1999 ein neues Studioalbum vor: „Under the Influence“, eines der stärksten ihrer langen Karriere.
„Under the Influence“ beinhaltet zwölf hervorragende Songs, gespielt von einer der homogensten Besetzungen der gesamten Bandgeschichte. Kein Wunder, schließlich spielten Status Quo mit der Mannschaft Rossi, Parfitt, Brown, Edwards, Rich bereits seit dem 1986-Album In the Army zusammen und hatten zusammen schon das ein oder andere mal zusammen den Erdball umrundet.
Drei Singles hatte Eagle-Records Status Quo zugestanden. Und so beginnt Under the Influence mit „Twenty wild Horses“ auch konsensfähig und radiotauglich. Doch bereits das Titelstück „Under the Influence“ zeigt, das das alte Feuer bei Status Quo noch lodert. Das Gitarrenriff erinnert stark an „What you’re proposing“ und zaubert den treuen Status Quo-Fans ein Lächeln aufs Gesicht. „Round and round“ rockt und rollt in bester „Down Down“-Tradition und auch das sphärische „Shine on“ weiß zu überzeugen.
„Little white Lies“, die zweite Singleauskopplung des Albums, schielt stark auf die Verkaufshitparaden und gehört nicht zu den stärksten Status Quo-Stücken. „Keep ’em coming“ ist ein bluesgetränkter Rocker, „Little me and you“ ein typischer Gute-Laune-Song der britischen Musikinstitution.
„Making Waves“ und „Blessed are the Meek“ zeigen Status Quo auf der Höhe der Zeit und zeigen, dass Drei-Akkorde-Rock auch im neuen Jahrtausend noch seine Berechtigung hat. „Roll the Dice“ versetzt den Höhrer musikalisch zurück in die 70er Jahre und auch aus dem Petty / Hardin-Song „Not fade away“ machen Status Quo einen Boogie-Kracher. „The Way it goes“, die dritte Single des Albums, beendet „Under the Influence“ standesgemäß.
Status Quo haben mit „Under the Influence“ ein erstaunlich frisches Album abgeliefert. Die alten Herren zeigen sich bestens gerüstet, auch im aktuellen Jahrhundert noch ein gewichtiges Wort in der Musikszene mitzureden.

Status Quo:
 
Francis Rossi: Gesang / Gitarre
Rick Parfitt: Gitarre / Gesang
Andrew Brown: Keyboards / Gitarre / Background-Gesang
John 'Rhino' Edwards: Bass / Gitarre / Background-Gesang
Jeff Rich: Schlagzeug

Label: Eagle Records
Katalog-Nummer: EAGCD076

Geschrieben im Oktober 2005

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