Supared: Supared

SUPARED: Supared

Hut ab, Michael Kiske! Der ehemalige Sänger der Hamburger Formation Helloween hat sich nie in seine musikalischen Vorstellungen hereinreden lassen und stets konsequent seinen Weg verfolgt. 2003 veröffentlichte er mit seiner neuen Band Supared ein gleichnamiges Album und, um es gleich vorweg zu nehmen, wer hier auch nur entfernt auf Helloween-lastiges Material hofft, wird bitter enttäuscht werden.
Supared spielen moderne Rockmusik, welche sie immer wieder mit progressiven Einschüben und fetten Grooves auflockern. Hat man sich erst einmal durch das als Einstieg denkbar schlecht gewählte „Reconsider“ gequält, erwarten den geneigten Hörer dreizehn tolle Songs. Stücke wie das hevorragende „Can I know now?“ oder das treibende „Boilingpoints of no Reburn“ entfalten ihr ganzes Potenzial erst nach mehrmaligen Hören und so sollte man Michael Kiskes Supared ein paar Durchläufe gönnen. Dann allerdings entpuppen sich die Songs auf „Supared“ als wirklich gut und manche verschachtelte Songspielerei fügt sich mehr und mehr in das homogenen Gesamtbild ein.
Trotz alledem sind auf dem Album auch ein paar Stücke, die relativ schnell ins Ohr gehen. So könnten „A Bit of Her“ oder „Ride On“ durchaus auch im Rundfunk gespielt werden, ohne das Sendekonzept des Formatradios vollkommen über den Haufen zu werfen.
So ist „Supared“ ein hörenswertes und spannendes Album, das eine Menge Überraschungen bereithält. Und über Michael Kiskes Stimme noch große Worte zu verlieren, hieße nun wirklich Eulen nach Athen zu tragen!

Supared:
 
Michael Kiske: Gesang / Gitarre
Sandro Giampietro: Gitarren
Aldo Harms: Bass
Jürgen Spiegel: Schlagzeug / Percussion

Label: Sanctuary/SPV
Katalog-Nummer: NO3722

Geschrieben im Mai 2004

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