Ugly Kid Joe: America’s least Wanted

UGLY KID JOE: America’s least Wanted

Sommer, Sonne, MTV. Ugly Kid Joe aus dem sonnigen Kalifornien schlugen im Sommer 1991 mit ihrer Mini-LP „As ugly as they wanna be“ und vor allem mit der dazugehörigen Single „Everything about you“ wie eine Bombe in den Verkaufshitparaden ein. 1992 erschien dann das erste vollständige Album der Band aus Santa Barbara namens „America’s least Wanted“. Und auch das Album schließt nahtlos an den Vorgänger an, beinhaltet es doch nicht weniger als drei Hitsingles.
Bereits das erste Stück „Neighbor“ zeigt an, wo bei Ugly Kid Joe die Reise hingeht: Ohrwurmmelodien gepaart mit einem wohldosierten Schuss gesunder Härte. Und genau das bieten Ugly Kid Joe ihren Hörern dann auch im zweiten Song „Goddamn Devil“: Einen gut abgehangenen Rocker mit einem stampfenden Refrain bei dem im Hintergrund Rob Halford zu hören ist. Auch „Come Tomorrow“ ist ein starker Riffrocker der immer wieder durch ruhige, fast melancholische Passagen aufgelockert wird. „Panhandlin’ Prince“ rockt und rollt munter nach vorn los, ehe mit „Busy Bee“ das erste Mal Balladenzeit im Hause Ugly Kid Joe angesagt ist. Hier zeigt Whitfield Crane über was für eine variable Stimme er doch verfügt. Und auch „Don’t go“ macht keine Gefangenen und erinnert auf Grund seiner Intensität und seiner Gitarren ein wenig an Aerosmith.
Die nachfolgenden „So damn cool“ und „Same Side“ sind guter Hardrock, ehe sich Ugly Kid Joe mit großen Schritten dem Höhepunkt des Albums nähern. Die Band hat sich den Klassiker „Cats in the Cradle“ zur Brust genommen und damit ihr auf lange Sicht erfolgreichsten Song eingespielt. Bis heute wird das Lied häufig im Radio eingesetzt und sich so quasi durch die Hintertür zur inofiziellen Bandhymne gemausert. Und nach „I’ll keep tryin’“ folgt dann das unvermmeidliche „Everything about you“. Klar, dass Ugly Kid Joe hier ihren Hit gleich noch einmal verbraten haben. „Madman“ zielt dann noch einmal voll auf die MTV-Schiene ab, ehe Ugly Kid Joe bei ihrem letzten Stück „Mr. Recordman“ dann die akustische Gitarre rausholen und das Album ruhig und gediegen ausklingen lassen.
„America’s least Wanted“ zeigt eine junge, sympathische Band, die mit ihren nachfolgenden Albem, trotz aller Klasse, den Erfolg ihres Debütalbums nie wiederholen konnte.

Ugly Kid Joe:
 
Whitfield Crane: Gesang
Klaus Eichstadt: Gitarre / Gesang
Dave Fortman: Gitarre / Gesang
Cordell Crockett: Bass / Gesang
Mark Davis: Schlagzeug / Percussion

Label: Mercury
Katalog-Nummer: 515 571-2

Geschrieben im Juni 2004

 A | B | C | D   E | F | G | H   I | J | K | L   M | N | O | P   Q | R | S | T   U | V | W | X   Y | Z 
Ufo: You are Here | Seitenanfang | Index | UKW: alles klar >

^