Venom: The Waste Lands

VENOM: The Waste Lands

Die Anfänge der englischen Band Venom reichen zurück bis ins Jahr 1981. Als die drei sympathischen Chaoten Cronos, Abaddon und Mantas die LP „Welcome to Hell“ veröffentlichten, hatte das eine ungeahnte Wirkung auf die Metal-Szene. „Welcome to Hell“ setzte in Punkto Härte, Aggressivität und Geschwindigkeit neue Maßstäbe und so waren Venom bald in aller Munde.
1983 konnte das Trio aus Newcastle den Erfolg von „Welcome to Hell“ sogar noch übertreffen. „Black Metal“ wurde zur Referenzplatte für ein ganzes Genre und Venom erlangten endgültig Kultstatus. Jedoch verlief der weitere Werdegang der Band nicht besonders gradlinig. Zwar konnten Venom 1984 mit „At War with Satan“ noch ein letztes mal voll überzeugen, doch spätestens seit dem '86-Album „Possessed“ beginnt die Band zu schwächeln.
Unzählige Besetzungswechsel sind die Folge. Als auch Sänger Cronos die Band verlässt, haben Venom ihren Legendenstatus endgültig verspielt. Trotzdem lassen sich Venom nicht unterkriegen und veröffentlichen weiterhin beständig Alben.
1992 gehen Venom dann mit „The Waste Lands“ an den Start. Aus dem ehemaligen Trio ist inzwischen ein Quartett geworden und anstatt Cronos singt hier der Demolition Man. Außerdem hat die Band mit Steve White einen zweiten Gitarristen mit an Bord.
Musikalisch haben die Venom auf „The Waste Lands“ nur noch wenig mit den frühen Venom gemeinsam. Trotzdem ist es für sich genommen eine der stärksten Veröffentlichungen überhaupt. Auf „The Waste Lands“ gibt es zehn starke Songs zu hören, die Venom als eine gereifte Rockband präsentieren. Und Songs wie das bärenstarke „I’m Paralysed“, der Riffrocker „Wolverine“ oder das groovige „Kissing the Beast“ hätten anders arrangiert auch auf einen Venom-Klassiker eine gute Figur gemacht.
Beim Abschlussong „Clarisse“ wagen sich Venom dann sogar noch an eine lupenreine Ballade heran, die der Demolition Man mit viel Pathos vorträgt, und die sich dann doch noch zu einem kernigen Rocker entwickelt.
Mittlerweile ist Cronos wieder zu Venom zurückgekehrt und die Band hat noch ein paar Mal ihre Besetzung geändert. Auch Platten nimmt die Band unverändert auf. Mittlerweile lebt der Kult um Venom wieder und Venom leben gut damit. Venom werden auf den ganz großen Bühnen abgefeiert.
Ob ihre musikalischen Ergüsse das Gelbe vom Ei sind, möge jeder selbst entscheiden. Für mich ragt „The Waste Lands“ jedoch nach wie vor aus dem Wust an Veröffentlichungen, der mitlerweile unter dem Namen Venom das Licht der Welt erblickt hat, eindeutig heraus!

Venom:
 
Abaddon: Percussion
Mantas: Gitarren
Demolition Man: Gesang / Bass
Steve White: Gitarren

Label: Music For Nations / Under One Flag
Katalog-Nummer: CDFLAG 72

Geschrieben im Januar 2005

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