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Vicious Rumors: Sadistic Symphony

VICIOUS RUMORS: Sadistic Symphony

Die Geschichte von Vicious Rumors geht zurück bis in die späten 70er Jahre, als der hawaiianische Gitarrist Geoff Thorpe seine erste Band namens Berlin ins Leben rief. Da aber gerade eine Popgruppe gleichen Namens unterwegs war, die Verkaufshitparaden von hinten aufzurollen, entschied man sich für einen Namenswechsel. Auf einen Plattenvertrag mussten Vicious Rumors dann allerdings bis in die 80er warten. 1985 erschien das Debütalbum „Soldiers of the Night“.
Das Album wurd zwar weltweit in den entsprechenden Kreisen euphorisch abgefeiert, den ganz großen Durchbruch für Vicious Rumors bedeutete es aber nicht. Enttäuscht verlassen Vinnie Moore und Gary St. Pierre die Band und für Vicious Rumors brechen schwere Zeiten an. Doch die Band hat Glück im Unglück. Ein neuer Gitarrist ist schnell gefunden und mit dem Ruffians-Sänger Carl Albert kann ein wirklicher Hochkarräter für Vicious Rumors verpflichtet werden. So nehmen Vicious Rumors in der Folgezeit eine große Anzahl ganz hervorragender Album auf und wissen auch live ihre Anhänger immer wieder aufs Neue zu begeistern.
Mitte der 90er Jahre schlägt das Schicksal dann im Vicious Rumors-Camp gnadenlos zu: Sänger Carl Albert verliert am 23. April 1995 bei einem Verkehrsunfall sein Leben!
Was folgte war der Abstieg einer der interessantesten und innovativsten Metalkapellen ihrer Zeit. Vicious Rumors veröffentlichen langweilige Alben, die selbst die treusten Fans nicht mehr begeistern können. Auch musikalisch geht der Rote Faden verloren. Anstatt pfeilschneller Melodien und klarem Gesang heißt plötzlich Härte um jeden Preis die Devise und Vicious Rumors klingen auf einmal verdammt nach Pantera, Machine Head und Konsorten. Ein Blumentopf ist damit natürlich nicht zu gewinnen.
Erst 2000 besinnt man sich im Hause Vicious Rumors wieder eines Besseren. Geoff Thorpe hat eine neue Mannschaft um sich geschart und spielt das Album „Sadistic Symphony“ ein. Und endlich: Vicious Rumors haben wieder eien guten Sänger in ihren Reihen. Und auch musikalisch tendiert die Band wieder in Richtung ihrer Frühwerke.
Zwar ist auch auf „Sadistic Symphony“ nicht alles Gold, was glänzt. Die Band weiß aber um ihre Fehler aus der Vergangenheit und versucht, diese nicht zu wiederholen. So weisen Stücke wie das schnelle „Puritan Demons“ oder das treibende „Elevator to Hell“ doch verstärkt in die richtige Richtung. Und auch die Ballade „Cerebral Sea“ oder das achtminütige „Blacklight“ haben ihre Momente. Den Erfolg früherer Tage konnten Vicious Rumors mit „Sadistic Symphony“ aber nicht mehr einfahren. Dazu trug sicherlich auch der schlechte Sound des Albums bei.
Wenn Geoff Thorpe und seine Truppe aber an der eingeschlagenen Richtung festhalten, könnten sie irgendwann wieder zu den Großen ihrer Zunft gehören.

Vicious Rumors:
 
Geoff Thorpe: Gitarre
Morgan Thorn: Gesang
Ira Black: Gitarre
Cornbread: Bass

Label: Point Music

Geschrieben im Januar 2005

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