SCORPIONS: Savage Amusement
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SAMSON: Refugee
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X-WILD: Savageland
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Victory: Voiceprint

VICTORY: Voiceprint

In früherern Zeiten wurde Hannover oft als die Deutsche Hauptstadt des Rock bezeichnet. Und das nicht einmal zu unrecht. Den neben den Bands aus dem Schenker-Umfeld wie den Scorpions oder Viva, der Gruppe um Barbara Schenker, hat die Stadt an der Leine eine Vielzahl hervorragender Musiker und Bands hervorgebracht.
Neben Eloy und Terry Hoax zählen dazu sicherlich auch Victory, eine Band, die bereits Mitte der 80er Jahre aufbrach, von der niedersächsichen Provinz aus die Welt zu erobern. Und die Zeichen standen Mitte der 80er Jahre gut für melodischen Hardrock mit Westcoat-Touch. Mit Hilfe der Scorpions finden Victory ein kompetenetes Management und mit Charlie Huhn einen charismatischen Sänger. Der Erfolg lässt auch nicht lange auf sich warten. Die Platten der Band verkaufen sich gut und Victory spielen mehrfach in Amerika.
Nachdem sich Charlie Huhn 1988 von Victory getrennt hatte um die reformierten Humble Pie zu vervollständigen, lotsen Tommy Newton und Peter Knorn Fernando Garcia auf ihr Schiff. Jedoch nach drei weiteren tollen Platten und einer weiteren US-Tournee ist bei Victory die Luft raus. Mit dem Album Liveline verabschiedet sich die Band von ihren Fans. Doch bereits zwei Jahre später sind Victory wieder da. 1996 steht das Album „Voiceprint“ in den Läden.
An der musikalischen Ausrichtung der Band hatte sich zum Glück wenig verändert. Victory setzen weiter auf knackigen Rock, Gitarrensoli und gute Songs. Stücke wie das treibende „Run and Hide“ oder das stampfende „Won’t bring me down“ zeigen die Hannoveraner in Höchstform und lassen Befürchtungen, Victory würden wie auf „You bought it, You name“ it wieder anfangen zu experimentieren, im Keim ersticken.
„Fighting the Reality“ klingt intensiv wie Aerosmith; „The Answer“ rockt und rollt, das es eine wahre Freude ist. Mit „Deep inside the World“ zeigen Victory, dass sie auch Meister der Ballade sind. Bei dieser akustischen Nummer kann vor allem Sänger Fernando Garcia seine Stärke zeigen.
Leider konnten Victory mit „Voiceprint“ nicht die verdienten Lorbeeren einfahren. Zwar befand sich die Grunge-Welle bereits wieder auf dem Rückzug. Doch die Zeit für traditionellen Hardrock ohne Klischees und Albernheiten war auch noch nicht wieder reif. Schade, denn so ging „Voiceprint“ damals ziehlich unter.
Rückblickend gab es aber für Victory keinen Grund, „Voiceprint“ hinter bandeigenen Klassikern wie „Hungry Hearts“ oder „Temples of Gold“ zu verstecken.

Victory:
 
Fernando Garcia: Gesang
Tommy Newton: Gitarre
Peter Knorn: Bass
Jake Poland: Gitarre
Matthias Liebetruth: Schlagzeug

Label: SPV
Katalog-Nummer: 84-60052

Geschrieben im Oktober 2005

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