WAYSTED: Vices
WAYSTED: Vices

UFO: Covenant
UFO: Covenant

UFO: You are Here
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Waysted: Back from the Dead

WAYSTED: Back from the Dead

Selten habe ich mich über ein Comeback so sehr gefreut wie das bei Waysted der Fall war. Und selten kam ein Comeback unerwarteter als das vom Waysted, dachte ich doch bisher immer, Pete Way sei mit seinen Soloscheiben, dem Projekt Mogg/Way und nicht zuletzt natürlich durch seine Arbeit bei UFO, bestens ausgelastet.
Das dem nicht so ist, zeigt der umtriebige Bassist 2004, als er satte achtzehn Jahre nach der letzten Veröffentlichung von Waysted plötzlich mit einer neuen Scheibe seines reaktivierten Babys vor der Tür steht. Das Album trägt passenderweise den Titel „Back from the Dead“ und kann mit einer faustdicken Überraschung aufwarten. Waysted-Originalsänger Fin steht wieder hinter dem Mikrofon und veredelt die Songs mit seiner bluesig rauchigen Stimme! Und legt damit ganz klar die Richtung für die acht Songs des Albums fest: „Back from the Dead“ hat mehr mit Alben wie „Vices“ zu tun, als mit dem Melodicrock, mit dem Waysted ihre Fans in den 80er Jahren beglückten.
Für die Songs auf „Back from the Dead“ zeichnen mehrheitlich Pete Way und sein UFO-Kollege Paul Chapman verantwortlich, was die Stücke unweigerlich ein wenig nach UFO klingen lassen. Da die Songs aber auf Fins markantes Organ maßgeschneidert sind, sollte dies nicht als Kritik betrachtet werden.
„Back from the Dead“ ist sicherlich kein Meilenstein und die Musikgeschichte muss wegen des neuen Waysted-Albums auch nicht neu geschrieben werden. Aber gute Musik hat eben immer Saison, gute Melodien immer ihre Berechtigung und gutes Handwerk einfach seine Beachtung verdient. Von all diesem gibt es auf „Back from the Dead“ mehr als genug. Das tolle „Dreams“, das mit einem knackigen AC/DC-Riff angereichert „Breakfast Show“ oder das rockige „The Alternativa“ sind Ohrwürmer und setzen sich sofort im Gehörgang fest.
„Back from the Dead“ ist ein herrlich altmodisches Album, das allen gefallen sollte, die an guter, handgemachter Musik ihre Freude haben und jegliche musikalische Entwiklung der letzten Jahre als Teufelszeug betrachten. Auch wer mit den UFO-Platten aus den frühen 80ern etwas anfangen konnte, liegt mit „Back from the Dead“ sicherlich nicht völlig falsch.
Waysted sind zurück von den Toten und das ist gut so. Wenn sich Pete Way, Fin, und nicht zu vergessen Chris George, noch dazu durchringen könnten, mit dem neuen Material auch auf Tour zu kommen, wäre das Glück perfekt!

Waysted:
 
Fin: Gesang
Pete Way: Bass / Gesang
Chris George: Gitarre / Gesang

Label: Majestic Rock
Katalog-Nummer: MAJCD050

Geschrieben im März 2005

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