Weinhold: From Heaven through the World to Hell

Weinhold: From Heaven through the World to Hell

Die 1952 in Mainz geborene Jutta Weinhold konnte bereits Mitte der 70er Jahre ihre ersten Erfolge einfahren. Damals tourte sie viel und ausgibig mit Udo Lindenberg durch die Lande und veröffentlichte mit illusteren Gästen wie Steffi Stephan, Bertram Engel oder Olaf Kübler Platten mit ihrer Jutta Weinhold Band.
Als Ende der 80er Jahre der Heavy Metal seinen Höhepunkt erreicht hatte, war auch Jutta Weinhold an vorderster Front mit dabei. Mit ihrer Band Zed Yago spielte sie zwei viel beachtete und hochklassige Rockalben ein. Doch bereits Anfang der 90er Jahre ist bei Zed Yago schon wieder Schicht im Schacht. Die Band ist heillos zerstritten und trifft sich mehr mit Anwälten und Richtern als im Proberaum. Jutta Weinhold verliert die Rechte an dem Namen Zed Yago und versucht mit ihrer neuen Band Velvet Viper noch einmal die Kurve zu kriegen. Aber der Zug ist leider schon ohne Frau Weinhold abgefahren und so wird es - abgesehen von eingen sporadischen Veröffentlichungen - sehr still im Haus Weinhold.
2004 wagt Jutta Weinhold mit ihrem Album „From Heaven through the World to Hell“ erneut den Schritt an die Öffentlichkeit. „From Heaven through the World to Hell“ hat alles, was man von einem Jutta-Weinhold-Album erwarten darf. Zu hören gibt es neun Songs plus ein Intro, die fast alle Überlänge aufweisen. Musikalisch schöpfen Jutta und ihre Mitstreiter aus den Vollen und verschmelzen symphonische Elemente, Bombast und teilweise progressiven Hardrock zu einer Einheit. Dabei geht die Band mal gradlinig wie bei „Strike“ oder „Rock of Metal“, mal theatralisch und düster wie in „Metamorphosis“ zu Werke. Textlich orientiert sich Jutta Weinhold auch auf „From Heaven through the World to Hell“ wieder einmal an der klassischen Literatur, reizt das Thema aber zum Glück nicht ganz so aus, wie zu Zed Yago-Zeiten.
„From Heaven through the World to Hell“ ist ein Album einer gereiften Künstlerin, die sich hinter anderen deutschen Goldkehlchen wie Doro Pesch oder Inga Rumpf nicht zu verstecken braucht und mit diesem Album vielleicht noch einmal die Chance bekommt, die Metal-Szene von hinten aufzuraümen.

Label: Armageddon Music / Soulfood
Katalog-Nummer: AMG 011-0 5099751 764427

Geschrieben im August 2004

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