Yardbirds: Birdland

YARDBIRDS: Birdland

Wenn eine Band 36 Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten regulären Studioalbums plötzlich mit einer neuen CD übern Deich kommt, ist natürlich erst einmal Skepsis angesagt; zumal wenn es sich wie hier 2003 mit den Yardbirds um eine der stilprägendsten und einflussreichsten Bands einer ganzen Epoche handelt.
Nun, Eric Clapton und Jimmy Page sind nicht an Bord, dafür konnte Jeff Beck überredet werden, bei „My blind Life“ in die Saiten zu greifen. Als weitere Gastmusiker sind auf „Birdland“ unter anderem Brian May, Joe Satriani, Steve Lukather, Steve Vai oder auch Slash zu hören. Das Album beinhaltet sieben neue Yardbirds-Stücke - und die sind richtig gut. Über die acht Klassiker wie „For your Love“, „Shapes of Things“ oder „Mr you’re a better Man than I“ große Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen tragen, nur soviel: Die Produktion klingt absolut zeitgemäß, und John Idan macht seine Sache sehr gut.
Warum die Band aber versucht hier auf Nummer Sicher zu gehen wird wohl auf ewig das Geheimnis von Chris Dreja und Jim Mc Carty bleiben, denn „Birdland“ ist nun einmal ein Album für die Fans der Band. Und die haben die alten Stücke sowieso im Plattenschrank stehen. Neue Anhänger werden die Yardbirds mit „Birdland“ wohl leider kaum gewinnen. „Birdland“ ist einfach klassischer Bluesrock, der satt aus den Boxen kommt und eine Menge Spaß macht. Und das Cover ist eines der schönsten, das ich seit langem gesehen habe.

Yardbirds:
 
Jim Mc Carty: Schlagzeug / Percussion / Background-Gesang
Chris Dreja: Gitarre / Percussion
Gypie Majo: Gitarren
John Idan: Gesang / Bass / Gitarre
Alan Glen: Harmonika

Label: Favored Nations
Katalog-Nummer: FN 2280-2

Geschrieben im Mai 2003

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